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28 Oktober 2022

Umbau Toilette

 

Für mehr Nachhaltigkeit und Unabhängigkeit   


Trockentrenntoilette - Trelino M




Schon vor Auslieferung unseres Adira Twin Supreme 640 SLB im Februar diesen Jahres war klar, dass wir mit der Chemietoilette im Auto nicht lange glücklich werden. Wegen der Umwelt natürlich, aber auch wegen des Komforts und der Unabhängigkeit … Diese Entscheidung muss natürlich jeder für sich selbst treffen und dann auch entscheiden, welche Trockentrenntoilette in Frage kommt. 


Als Kölner haben wir tatsächlich auf dem ganzen Stadtgebiet nur in Riehl eine Entsorungsstation für Kassettentoiletten. Dies bedeutet für uns Deutzer nach jeder Tour einen immensen Umweg. Und darauf hat ja niemand wirklich Lust. Die Umwelt am allerwenigsten. 


Die Entscheidung fiel dann - nach einem längeren Prozess - auf die Trelino M. 


Alle Details zur Trelino findet Ihr auf www.trelino.com. Ein wirklich tolles Start-Up mit super freundlichem Support und einer zeitgemäßen Unternehmensphilosophie, z. B. Einbindung von Behindertenwerkstätten in die Produktion und selbstredend wird national produziert  (keine Werbung - wir haben selbst bezahlt ;) 




Unser Adria-Van hat ein recht kleines Schwenkbad. Daher war der Einbau eine Heraus-forderung. Ausnahmsweise gibt das WWW nämlich zu Kastenwagen mit einer Schwenkbad-Lösung überhaupt keine Informationen heraus. Es war also Pionierarbeit. 


Zur Vorbereitung wurde die Thetfort-Toilette mit Kassette ausgebaut. Sie ist mit 8 Schrauben befestigt. Die Wasserzufuhr und den Strom haben wir abgeklemmt und dann war sie auch schon Geschichte, die „gute“ alte Chemietoilette. Diese Ausbauarbeiten kann man im Internet überall finden, daher lassen wir das hier weg. Die Wasserleitung für die Spülung haben wir bisher nur stillgelegt und noch nicht abgeklemmt. Das haben wir aber noch vor - Nachtrag hierzu folgt. 


Das Schwenkbad musste natürlich voll funktionsfähig bleiben. Schließlich ist diese tolle Badlösung für uns ein grosses Kaufargument gewesen. Außerdem war uns sehr wichtig, dass alles wieder komplett rückbaubar bleibt, falls wir unseren „Karlo“ doch irgendwann einmal verkaufen möchten. Den Sockel kürzen, also sägen, bohren oder ähnliche Methoden kamen daher für uns nicht infrage. 

Dies ist das erste Foto: So sieht der Sockel dann ganz „oben ohne“ aus: 


Und das Eckige muss dann ganz am Ende irgendwie auf das Runde: 



Mit einer Konterlattung und einem passenden Brett aus dem Baumarkt (die exakte Nachbearbeitung war Millimeterarbeit - und hat einiges an Nerven und Herantasten gekostet - ohne Profiwerkzeug bekommt der Laie eine Rundung nur mit Mühe ausgesägt) haben wir den Sockel im Inneren dann ausgeglichen. 

Wichtig war hier für uns ganz besonders die Sitzhöhe zu reduzieren. Bei der Original-Toilette waren wir sehr unzufrieden damit. Alle Menschen unter 1,80 kommen mit den Füssen kaum auf den Boden. Bei dem einen oder anderen „Geschäft“ eher unangenehm. Aber das ist natürlich ganz subjektiv.

Das ganze haben wir noch weiß gestrichen und satt mit Silikon versiegelt. 


Genauso wie den Schacht in der Aussenwand. Auch hier wieder der Hinweis auf die Millimeterarbeit - beim nächsten mal würden wir vielleicht das Brett einfach davor kleben, viereckig lassen und die Kanten versiegelt.





Damit die Trelino M auf dieser Konstruktion stabil zum Stehen kommt und dennoch drehbar bleibt, haben wir mit einer Schraube als Achse (im Bild rechts in der Mitte) und zwei starken Magneten von Styyl gearbeitet. Auf die Unterseite der Trelino selbst haben wir mit Sikaflex ein passendes Blech aus dem Baumarkt verklebt. Die Magnete haben wir per Topfbohrer im Brett versenkt und mit Silikon und Tape wasserdicht versiegelt (im Bild unter dem schwarzen Tape). Das Tape dichtet nicht nur gut ab, es macht die ganze Sache auch ausreichend beweglich und drehbar, ohne Stabilität einzubüßen.


Es war nicht ganz einfach, den richtigen Punkt für diese Achse zu finden, daher haben wir erst mal zwei Versuchs-Löcher gebohrt bis der Winkel passend war (diese haben wir dann wieder mit Tape verschlossen.) Wie gesagt, es war Pionierarbeit, beim nächsten Mal wissen wir es besser. 


Das ganze hat uns ca. 3 Nachmittage gekostet - auch wegen der Trocknungszeiten von Lack und Sikaflex. Aber wir waren recht überrascht, dass wir als Laien das doch ganz gut hinbekommen haben. 

Das Ergebnis: 

Diese Position ist fürs Geschäftliche sehr bequem …


Und diese hier ist zum Duschen perfekt. Mit dem farblich passenden Bad-Teppich ist das Bad jetzt jedenfalls auch optisch absolut aufgewertet. Die Trelino M passt farblich genau zu den Adria-Blenden im Bad.



Die Duschwand lässt sich vollständig öffnen. 




Da wir in unserem Bad wegen des Sockels und der Reduzierung der Sitzhöhe die Trelino M verbaut haben, haben wir uns noch einen zweiten Urinkanister gekauft, so sind wir wirklich wunderbar unabhängig und bereuen diesem Umbau keine Sekunde. 

Wir hoffen, dem einen oder anderen hilft diese Anleitung des Umbaus in besonders kleinen Bädern oder eben Schwenkbädern im Kastenwagen. 

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