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24 Juni 2015

Zwischen Himmel und Hölle ist Island

Der Himmel scheint diesem Land näher zu sein, als anderen Plätzen auf dem Planeten. Und die Vielfältigkeit der Eindrücke ist atemberaubend.

Heute war eigentlich Entspannung angesagt. ,Heute machen wir nur ganz wenig' das war der Plan. Aber das geht hier gar nicht. 

Wir beginnen mit dem blauen Teich, der gleich hier um die Ecke vom Hotel wabert. Überall hier blubbert es lebensfeindlich oder auch -freundlich aus der Erde. 


Schwimmen darf man hier nicht. Zu heiß :) mit 100 Grad schießt das Wasser aus der Erde. Man kann sich vorstellen, wie es hier riecht. Sedimente werden gleich mit verschleudert und geben dem Wasser die wunderschöne türkis-blaue Farbe.


Aber die Isländer nehmen einfach die Kraft ihres Untergrundes und nutzen sie für gute Zwecke. Irgendwo im Nirgendwo und jenseits des Horizonts, so scheint es  ...


Von hier aus gehen wir weiter auf Entdeckungsreise. Und während uns am blauen See nur Schwefeldämpfe umwaberten, wird es jetzt richtig stinkig:



Überall blubbert und gluckst es ... Es scheint einen Anschluss gleich an die Hölle zu geben. Wenn man sich Silvesterkracher und Stinkbomben in Kombination vorstellt, kommt man ungefähr hin. Kein Wunder, dass die Dinos lieber ausgestorben sind. Es ist kaum auszuhalten und verursacht echt Übelkeit. 


Überall blubbert und kocht und stinkt und zischt es ... 





Hans gibt sein Bestes für gute Bilder. Aber es ist eine Herausforderung ...



Also fahren wir noch ein Stückchen weiter und besuchen Dettifoss und Selfoss. Wasserfälle gleich um die Ecke. Und auch wieder frische Luft. Dafür aber eine Fliegenplage.

Dettifoss. 




Und Selfoss 



Und während Hans die ganz großen Aufnahmen macht und mit MEINEM Halstuch die Billionen von Fliegen abwehrt ...


Knipse ich weiter munter herum :) ich bin ja mit Kokosöl eingeschmiert, wirkt! Alles was fliegt, macht einen großen Bogen um mich :)


Und so schaue ich in Ruhe und insektenfrei auch auf einige Details 





Die Vielfalt an Eindrücken ist schier unglaublich. Idyll und Hölle liegen hier immer nur wenige Meter auseinander ... Und der Tag ist noch nicht rum. 

Eigentlich ist jetzt erst Mittag, aber Restaurants sind rar, und nicht immer gut, also kurven wir noch einmal nach links und rechts auf der Suche nach einer Pizzeria und entdecken das hier. 
Das ist doch ein Vulkankrater ...? Gut. Mittagessen verschoben. Wir klettern erst mal da hinauf.  


Die Wanderung eher kurz und schmerzlos 


Die Ausblicke aber herausragend.



Und wenn man genau hinsieht, erkennt man:
Hier kommen Himmel und Hölle wirklich zusammen. Der leicht rauchige Schwefeldunst wird vom heftigen Nordwind immer wieder vertrieben. Wunderschöne Gegensätze und ein atemberaubendes Panorama gekrönt vom Schattenspiel der Wolken ... es gibt gar nicht so viele superlative Adjektive ...






Aber auch in der unwirtlichen Umgebung hier, will das Leben sich durchsetzen:


Einfach ein grandioser Fleck auf diesem Planeten.

Nach EINER richtig schlechten Pizza für zwei für exorbitante ca. 30.00 € (ja, Essen wird hier völlig überbewertet - Isländer leben anscheinend nur von Cola), und dem abschließenden Besuch im Natur-Thermalbad Myvaten


geht der Tag dann doch noch einmal zu Ende. Und zwar großartig :)

Und es fällt ein Entschluss: wir kommen im Winter noch einmal zurück. Jetzt wo ich diesen Anfangsverdacht vom Wunder unserer Erde bekommen habe, will ich Nordlichter ... War ja klar.  

Aber morgen gibt es erst einmal Wale - wenn wir Glück haben ... Es reißt nicht ab ... :)

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