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30 Mai 2025

Zwischen den Seen

Nach dem schönen Wochenende mit der Familie lassen wir uns ein wenig durch Kärnten treiben und genießen die Landschaft und die Zweisamkeit. Da wir uns in Österreich nicht trauen, wild und frei irgendwo auf Natur-Stellplätzen zu übernachten (in Italien war das echt sehr unproblematisch), nutzen wir hier mal unsere ACSI-Card (die Camper unter Euch kennen das). Das birgt natürlich das Wohl und Wehe - also die Annehmlichkeiten und Schattenseiten von Campingplätzen.

Zunächst bleiben wir zwei Nächte in Völkermarkt. Hier bildet die aufgestaute Drau einen zauberhaften Stausee. 


Der Platz ist sehr liebevoll und familär geführt, es finden jedoch noch eine Menge (Bau-)Arbeiten statt, damit alles für die Saison fein gemacht wird. Da wir aber sowieso hier die Wäsche waschen müssen, ist das nicht ganz so tragisch. Wir haben eh zu tun. 

Der Pool ist aber definitiv noch zu kalt um diese Jahreszeit. 












Ein sehr schönes, wenn auch sehr abgeschiedenes Fleckchen Erde. 



Da der Ort Völkermarkt vom Campingplatz aber wirklich sehr weit entfernt liegt, machen wir uns dann weiter auf den Weg zum Millstätter See. Hier kommen wir auf einem wunderschön gelegenen Terrassen-Campingplatz unter und vertreiben uns mal wieder die Zeit mit radeln, lesen (endlich haben wir Haruki Murakanis Mr. Aufziehvogel geschafft und können uns leichterer Literatur zuwenden) und ein bisschen Netflix geht ja auch immer :o) 

Ach so, essen müssen wir natürlich auch zwischendurch:

Einmal Lachs vom Grill mit Rosmarin-Kartoffeln aus meinem Mini-Airfryer… lecker. 





Ein anderes mal richtig leckere, selbstgemachte Burger 




Bis Sonntag bleiben wir noch hier - dann machen wir uns über Lienz (vielleicht gehen wir da mal wieder zum Friseur?) langsam auf Richtung Matrei in Osttirol. Und von da an geht die Reise dann zu dritt weiter. 








25 Mai 2025

Der weiße Punkt

Nach genau 41 Tagen verlassen wir Italien über Chioggia und San Daniele. Dann tummeln wir uns zwei Tage in Slowenien, bevor wir am Wochenende die Familie und Freunde in Österreich am Demmerkogel treffen.

Slowenien gefällt uns wirklich sehr gut. Nach den vielen wuseligen Tagen in Italien fällt uns hier als erstes die Ruhe auf. Eine ganze slowenische Schulklasse macht weniger Lärm, als drei italienische Kinder. Alles eine Frage des Temperaments. Es ist super sauber und ordentlich hier und auch die Landstraßen sind sehr gepflegt.

Da das Guthaben auf unseren österreichischen und slowenischen Mautboxen in Windeseile zusammen schmilzt, haben wir uns entschieden, so weit wie möglich mautfrei weiter zu kommen. Das hat natürlich auch den Vorteil, dass wir super schöne Strecken fahren und tatsächlich richtig entschleunigen.

Die erste Übernachtung ist in Kamnik. Mehr als ein kleiner Spaziergang und ein sehr gutes (von Tripadvisor mehrfach prämiertes) arabisches Abendessen passiert hier allerdings nicht. 




Im zweiten Örtchen Zalec besuchen wir den Bierbrunnen. Ein - wenn auch etwas kostspieliger -  Traum für Biertrinker. Für 6 x 100 ml zahlen wir pro Nase 12 Euro - dafür dürfen wir am Ende die Krüge behalten. Da diese schön klein sind, finden sie auch Platz im Auto.




Ansonsten hat der Ort noch die Kirche St. Nikolaja zu bieten. 



Jetzt freuen wir uns sehr auf ein Wochenende am Demmerkogel, wo wir dann Hans Bruder, unsere Schwägerin und liebe Freunde treffen werden. Da wir uns zuletzt vor fast 1,5 Jahren gesehen haben, gibt es viel zu erzählen und es wird ein sehr schöner Freitagabend, mit schönen, lustigen, aber auch traurigen Themen. 


Die freundliche Familie Koller lässt uns direkt vor dem Appartement parken (und auch schlafen). Das ist in Österreich tatsächlich nicht selbstverständlich. Und die Aussicht aus dem Auto ist wunderbar. 




Am ersten Abend sitzen wir alle gemütlich in der Wohnküche des Appartements. Bei dem Versuch, das Licht im Raum zu dimmen und es ein wenig gemütlicher zu machen, fällt uns auf, dass die Oberschränke der Küchenzeile illuminiert werden können. Es steht extra eine Gebrauchsanweisung dabei 


Wir suchen also zu sechs Erwachsenden den weißen Punkt in der gesamten Küche. Und die Akribie, mit der das vonstatten geht, hat schon ein wenig Loriot-Charakter … Erst beim Auschecken am Sonntag-Morgen fragen wir die Wirtin, was es mit dieser Beleuchtung und dem vielgesuchten weißen Punkt denn nun auf sich hat, aber auch sie ist ein wenig ratlos und muss selbst noch mal ins Appartement gehen um den weißen Punkt zu suchen. 

Schade, das wird also nicht aufgeklärt - oder vielleicht erst, wenn wir die Kollers auf dem Demmerkogel erneut besuchen. 

Den folgenden Tag haben wir mit einer wunderschönen Wanderung durch die Weinberge verbracht. Die Aussichten und natürlich auch die Einkehr beim Heurigen waren fantastisch. 


Weltgrößtes Klappotetz:



Hans horcht in den Wald hinein … 




Ich bin stolz auf mich. 200 Höhenmeter ohne Knorpel quasi auf Rasierklingen gewandert … läuft bei mir :(





Jetzt machen wir heute noch eine kleine Stippvisitite in Graz, das ist nur eine halbe Stunde entfernt von der Ferienregion und ich habe das tatsächlich noch nicht gesehen.





Die Schwäne haben aktuell sehr flauschigen Nachwuchs und achten peinlich genau darauf, dass die verweilenden Passanten nicht zu nah kommen. Sie haben alles streng im Blick. 


Das war wieder eine tolle, wenn auch voll gepackte Woche.

Kommende Woche muss dann mal wieder gewaschen werden, wenn das Wetter mitspielt und wir treiben uns jetzt dann zwei Wochen in Österreich herum, bevor wir nach Pfingsten die Reise zu dritt weiter planen können. Darauf freuen wir uns schon. Zwischendurch ein wenig Abwechslung, weil man Freunde oder Familie trifft, macht die Sache zu einer richtigen Traumreise. 

 

20 Mai 2025

Abschied vom Meer

jedenfalls vorläufig. 

Viel ist nicht passiert in der vergangenen Woche… wir haben unsere Zeit am Meer genossen und einfach und schlicht Camping-Urlaub gemacht. 

Erster Halt war  noch mal Cesenatico. Wir waren vor einem Monat schon mal hier, da war aber noch gar nichts los. (Erinnert Ihr Euch an das Foto mit dem Bagger? So war vor vier Wochen hier die Stimmung und nun ist alles einsatzbereit - die Saison kann kommen) Wir sind beeindruckt von tausenden Sonnenschirmen und liegen. Da wurde in vier Wochen wirklich hart gearbeitet am Strand. Die Bagnos sind alle voll bestuhlt und aufgebaut. Sonnenschirme, soweit das Auge reicht! Wir schätzen, dass das mehrere Tausend sein müssen. Zählen kann man das leider nicht, bei den vielen verschiedenen Farben verliert man den Überblick. Wir wünschen uns nicht zum ersten Mal wieder eine Drohne. Das wären beeindruckende Bilder geworden.

Aus dem Internet erfahren wir, dass 2024 ein Ensemble aus Sonnenschirm und zwei Liegen in der ersten Reihe für eine Woche schon 280 € gekostet haben soll. Je weiter die Liegen vom Meer weg sind, desto günstiger wird dann der Preis bis runter auf 150 Euro die Woche - aber das war im letzten Jahr. Damit kann dann wohl ganz schön Geld gemacht werden. Wir fragen uns, wer sich so einen Urlaub bucht, ins Hotel zu gehen und den ganzen Urlaub über auf der selben Sonnenliege zu liegen. ¯\_(ッ)_/¯ 




Cesenatico hat aber auch eine andere Seite, die schon ein wenig niederländisch anmutet. Soweit in die Stadt hinein waren wir vor vier Wochen gar nicht gefahren, da das Wetter uns nicht motiviert hatte, die Fahrräder rauszuholen: 





Hans hat die Fotografie tatsächlich wieder so richtig für sich entdeckt und geht auf Motivsuche … mir gefällt das total gut. 


Am Wochenende findet hier ein großes Fahrrad-Rennen statt, da es sich um ein Jedermanns-Rennen handelt quillt die Stadt über vor Besuchern und Rennrädern. Das ist eine Materialschlacht vom Feinsten und eine Messe für Rennräder und alles an Zubehör gibt es auch. 

Wir radeln ja nur gemütlich mit unseren winzigen Bromtons durch die Gegend - daher sind wir hier dann wohl fehl am Platz und deshalb suchen wir uns ein neues Domizil in Chioggia. 

Hier ist mal richtig Party angesagt: 



Wir nehmen das mal einen Abend mit und brechen dann heute auf weiter Richtung Norden - unser heutiges Ziel ist San Daniele.