Nachdem wir unseren kostenlosen Stellplatz in Orbetello verlassen haben, treibt es uns weiter am Meer entlang Richtung Norden.
Wir sind tatsächlich wählerisch geworden - deshalb gestaltet sich die Suche nach einem neuen Stellplatz ein wenig anstrengend. Es wird eine kleine Irrfahrt durch diverse Ortschaften. Immer wieder entsprechen die von uns ausgewählten Stellplätze dann doch nicht so ganz unseren Vorstellungen. Mal zu weit weg vom Meer, mal zu teuer oder nicht schön.
Am Ende landen wir dann auf einem kostenlosen Parkplatz, der zwar auch von italienischen Großfamilien vollkommen okkupiert ist, aber wir sind jetzt zu geschlaucht, um noch mal weiterzufahren.
Rosignano Marittomo ist ein hübscher Ort am Meer - laut, aber authentisch. Wir gönnen uns ein Restaurant und ich mache ein Video von der Geräuschkulisse. Wir sind für so etwas eher nicht gemacht.
Aber es gibt einen wunderschönen Park und im Sommer ist hier bestimmt die Hölle los.
Aktuell haben wir das Gefühl, dass uns Italien ein bisschen über ist. Zumindest mir. Es ist einfach überall so laut und voll, da wir jetzt zwei Wochen Ferien der Italiener erwischt haben. Die Plätze an den schönen Spots sind alle überfüllt und die Italiener stehen den ganzen Tag vor ihrem Autos auf dem Parkplätzen und unterhalten sich in wunderschönster italienischer Manier, nämlich laut, laut, laut.
Natürlich finden wir es trotzdem wunderschön am Meer, was uns aber nicht davon abhält, wieder ins Inland weiter zu fahren und zwar nach Pomarance. Die Landschaften, durch die wir fahren sind großartig und wir cruisen wirklich sehr gemütlich vor uns her und wir sind sehr gut gelaunt.
Pomarance gefällt uns richtig gut. Der Stellplatz ein Traum mit Duschen und super gepflegten Toiletten. Die Stadt wartet mit absolut toskanischem Flair und einem Fresco aus dem 12. Jahrhundert auf.
Wir verbringen hier unseren 21. Jahrestag (Käse-Rotwein-Abend) am 04.05. So war das damals beim 1. Rendezvous auch. Wir haben extra eine schöne, 11 Jahre alte Flasche zurück gelegt, die wir heute genießen werden.
Am Hochzeitstag (05.05.) ist dann erst mal (ganz pragmatisch) wieder Waschtag angesagt. Auch der Waschsalon ist gleich neben dem Stellplatz. Das ist wirklich praktisch.
Mein Google-Konto schlägt mir ein Video vor; eine kleine Zusammenfassung, wie das so war vor 20 Jahren beim Heiraten in New York. Es war wirklich ein sehr aufregender Tag und das ältere Ehepaar in der Mitte des Videos, sind unsere Trauzeugen. Er hieß Helmut - Ihren Namen habe ich leider nicht mehr präsent - er steht daheim im Fotobuch, das wir von der Hochzeitsreise gemacht haben - wenn wir (irgendwann) wieder zuhause sind, liefere ich ihn mal nach. Wir hatten die beiden auf der Überfahrt von Southampton nach New York als unsere Tischnachbarn kennen gelernt. Hier ein Foto von der Abendgesellschaft, die auf der Queen Mary 2 damals jeden Abend die gleiche war:
Beim Bestellen des Aufgebotes im Standesamt in New York, wurden wir verpflichtet, Trauzeugen namentlich zu benennen. Wir haben den beiden dann - damals noch ohne Handy - eine Nachricht in ihrem Hotel hinterlassen uns sie sind tatsächlich als Trauzeugen zum Standesamt gekommen, obwohl sie nur 4 Tage Zeit in New York hatten. Das war ein echter Freundschaftsdienst. Die beiden hatten auf dem Schiff ihr Ehegelöbnis erneuert - nach 36 Jahren. Das hat uns damals dazu bewogen, zu fragen, ob sie für uns als Trauzeugen zur Verfügung stehen wollten.
Eine schöne Geschichte, wie wir finden.
Am Abend des heutigen 20. Hochzeitstages genießen wir dann dann eher unspektakulär einen Aperol-Spritz in einer Bar und Hans darf sogar ein wenig mit der örtlichen Jugend am Kicker stehen - wir melden dass auch gleich dem Weltbesten Kicker-Kumpel zuhause und freuen uns, dass wir dort tatsächlich ein wenig vermisst werden ;)
Mal sehen - vielleicht fliegen wir zum 25. Hochzeitstag dann mal wieder nach New York, wenn sich die Lage in Amerika und der Welt bis dahin verändert hat.
***
Dann ist es aber genug mit Pomarance und wir fahren weiter - wieder durch wunderschöne toskanische Landschaften nach Montalcino - diese ganzen Kleinststädte, die alle irgendwas mit Monte* heißen, bringen uns ganz schön durcheinander. Die Landschaften jedoch sind einfach traumhaft. Diese Weite und auch das nicht ganz so sonnige Wetter mit den spektakulären Wolkenbildern machen uns ganz froh und glücklich.
Auch in Montalicino bleiben wir zwei Tage und machen ein paar super schöne Aufnahmen mit der großen Kamera.
Aber natürlich auch ein paar ganz normale vom Städtchen bei Sonne und auch im Regen:
Es regnet leider immer mal wieder.
Katze auf (lauwarmem) Blechdach - ist sie nicht niedlich …?
Fortezza di Motalcino …
Am Abend genießen wir dann noch einen Plausch an der örtlichen Burger-Bude … ach ja, die letzten Tage haben mich dann doch wieder versöhnt mit Italien.
Also mal sehen, wie es morgen weitergeht und wohin der Weg uns führt.
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Danke schön!!