Den Rest der Zeit verbringen wir mit leckerem Essen, chilligen Getränken und süßem Nichtstun, wobei wir die meiste Zeit selbst kochen. Was für mich bedeutet: Es ist nichts mit Nichtstun. Da die anderen immer fahren, spiele ich die Köchin. Wobei manchmal auch nur eine Sammlung von Vorspeisen dabei herauskommt. Der Hitze geschuldet, kann man es tagsüber kaum im
Karlo aushalten. Gut, dass der Appetit sich bei den Temperaturen auch in Grenzen hält.
Wir verlassen Zaostrog - wo es uns wirklich sehr gut gefallen hat und fahren weiter Richtung Dubrovnik und Montenegro. Auf vielfachen Wunsch eines einzigen Mitreisenden mache ich natürlich auch ein Zeitraffer-Video unserer Überfahrt über die Peljesac-Bridge
Nächster Stop ist Orješac. Dort ist aber das Meer eine kleine Wanderung entfernt vom Stellplatz und laut Google Maps lassen sich die Restaurants nur per Fahrrad erreichen. Der Ort ist eine reine Retorte und alles was wir mit dem Rad erreichen können ist ein Hotelkomplex wie Disney-World. Die feinen Stoffservietten und beflissenen Kellner können aber nicht über die traurige Touristen-Abzocke hinwegtäuschen. Also ist - wie so häufig - auch dieser Besuch in der Gastro eher ein Reinfall.
Es gibt Fish and Chips - in diesem Fall einfach nur gepresste Fischpampe im Iglu-Style mit Pommes. Alles aus dem Tiefkühler gleich in die Fritteuse. Wir sind richtig enttäuscht.
Es ist tatsächlich besser, wenn wir unsere Mahlzeiten selbst zubereiten.
Über Orješac (hier sind wir tatsächlich ziemlich enttäuscht - der Einfluss von Dubrovnik macht die Gastro zur schlechten Qualität auch noch zu einer richtigen Euro-Falle) fahren wir dann gemütlich weiter Richtung Montenegro. Dabei lassen wir Dubrovnik einfach rechts liegen. Das kennen wir ja schon aus früheren Besuchen Kroatiens.
Ich gebe mir Mühe, aus dem Auto so viele schöne Fotos wie möglich zu machen.
Hinter Dubrovnik geht es dann über die Grenze nach Montenegro - auch, wenn Grenzkontrollen jetzt ja innerhalb der EU wieder üblicher werden, ist das doch immer ein spannender Moment. Pässe zeigen und Fahrzeugpapiere - Ausreise - Einreise … mit zwei Autos. Das ist schon ein bisschen ungewöhnlich und für uns keine Routine mehr. Aber alles läuft problemlos. Wir haben uns anscheinend in Koratien nichts zu schulden kommen lassen und auch keine Geschwindigkeitsüberschreitungen auf dem Kerbholz.
In Bijela sind wir aufgrund der großen Hitze dann noch mal zu faul zum Selbstversorgen und trauen uns noch mal in ein Restaurant. Diesmal ist das aber wirklich ein Highlight. Mit Blick auf die Bucht von Kotor gibt es Fisch vom Feinsten - hier schwelgen wir tatsächlich einmal richtig! Ich halte mich an die schlichte Version - Thunfisch auf Wasabi-Kartoffel-Püree.
Dagmar uns Hans teilen sich die Fischplatte für zwei Personen - die kann was:
Hinterher sieht das dann so aus:
Für mich ist das nichts.
Heute haben wir dann das Meer verlassen und uns ins Inland aufgemacht. Der Betreiber unseres Campingplatzes gibt uns noch eine ganze Handvoll Tipps mit, wo wir in Montenegro, die schönsten Canyons, Seen und Aussichtspunkte finden können.
Da haben wir noch einiges vor. Und weiter geht die Fahrt von Bijela nach Kočani.
Wieder ist die Landschaft zauberhaft und wir sind begeistert von diesem wirklich schönen Reiseland.
Montenegro ist wunderschön, wild-romantisch und auch hier kann ich auf der Fahrt wieder ein paar beeindruckende Fotos machen.
Unsere Hoffnung, in Montenegro auf eine etwas flachere Preisgestaltung zu treffen, erfüllt sich hier im Grenzgebiet zunächst nicht. Das Niveau ist ungefähr so wie auch schon in Kroatien. Auf günstigere Preise müssen wir also weiter warten. Wir setzen unsere Hoffnung das ursprünglichere Montenegro und natürlich auf Albanien. Dort werden wir uns spätestens in den nächsten zwei oder drei Wochen dann umschauen.
Es geht uns nach wie vor fantastisch. Keiner ist reisemüde. Dagmar hat mittlerweile dreieinhalb Wochen im Zelt verbracht, ohne auch nur einmal zu meckern.
Hier in Nikšić gönnt sie sich zum ersten Mal ein winzig kleines Appartement. Das hat sogar eine Klimaanlage. Dort können wir uns alle zwischendurch einmal ein wenig ausruhen, wenn die Hitze zu intensiv wird. Da wir uns aber jetzt ein bisschen in die Berge geschlagen haben, gehen wir davon aus, dass die Temperaturen etwas erträglicher werden. Freunde finden wir hier auch sofort: Die Hunde sind zwar wild, aber super lieb.
Wir hoffen, ihr habt noch Spaß, uns auf unserer Reise zu ,begleiten’ - wir sind jedenfalls noch überhaupt nicht motiviert, Richtung Heimat abzubiegen.
Und da wir uns jetzt in den einzelnen Destinationen viel Zeit lassen werden, kann es sein, dass die Blogbeiträge in Zukunft etwas sporadischer erscheinen.
¯\_(ッ)_/¯


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