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15 Juni 2017

Strecke machen Richtung Oslo

Im Fjord liegt heute morgen schon wieder ein neues Kreuzfahrtschiff 🚢... und wir werden vom freundlichen 'Ding-Dong' der Bordansage geweckt. 

Das erinnert mich an die Flusskreuzfahrt-Schiffe zuhause - sonntags werden wir da auch manchmal von diesen Ansagen geweckt. Apropos zuhause: Heute sitzen wir noch mal bis nachmittags im Auto, denn wir müssen leider zurück nach Oslo. Von dort geht morgen um halb zehn der Flieger nach Hause. 

Ein paar Eindrücke haben wir aber heute noch gesammelt auf dem kurvenreichen Weg. Es gibt nämlich nicht nur Tunnel mit Kreisverkehr, sondern auch welche mit 90-Grad-Winkel. 



Oder sehr außergewöhnliche Streckenführungen. 


Und ... was sonst? Einen Wasserfall 😊👍


Und wir haben endlich auch mal das obligatorische Warnschild aufgenommen. 


Einen Elch haben wir aber nicht gesehen. Vielleicht ist das auch besser so, denn eine Begegnung Elch/Auto endet meist schlecht für die Insassen und das Tier. 

Wir sind ein wenig traurig, schon wieder heim zu fahren. Es hätte noch so viel zu sehen gegeben und wir haben uns ja auf den fast 2.500 Auto-Kilometern nur auf Fjord-Norwegen beschränkt. An dieser Stelle: ganz lieb DANKE an Hans 😘, der das alles gefahren ist. Es hat ihm aber auch ein bisschen Spaß gemacht, glaube ich, denn den ,niegelnagelnneuen' tollen Audi hätten wir auch mit heim nehmen mögen. Obwohl wir den so eingesaut haben (schlechtes Wetter außen und matschige Wanderschuhe innen 🙃). Ach -  ich glaube, den geben wir lieber wieder zurück. 😊

Besser für den Kontostand ist das Ende der Reise aber auf jeden Fall. Erst heute Mittag haben wir für zwei Cola und zwei Kinderteller super salziger Pommes mit ,Polse' (so eine Art Brühwürstchen) 25,00 € gezahlt. Man vergisst das zwar zwischendurch immer wieder, aber es ist definitiv ein teures Vergnügen hier.

Heute Nacht haben wir es jedenfalls noch einmal feudal und mit weitem Ausblick:



Einer freistehenden Wanne 🛀 


Und jede Menge Kleiderhaken.


Die haben uns in den letzten Hotels immer mal wieder sehr gefehlt. 😊

Manchmal sind es die Kleinigkeiten, die den Wohlfühlfaktor ausmachen.

Dennoch: Norwegen ist wunderschön!! Mal wild, dann wieder lieblich und malerisch, dabei absolut einzigartig und ein Muss für alle, die gerne die Welt sehen.

Wir haben uns sehr wohl gefühlt hier. Die Norweger sind freundliche Gastgeber und ihre kühle aber offene Art gefällt mir sehr. Sicher kommen wir noch einmal wieder. Vielleicht im Winter, wenn es auch mal dunkel wird und sich die Nordlichter zeigen.

Ich hoffe, Ihr hattet ein bisschen Spaß, unsere Eindrücke zu teilen. Falls ja, dann bis zum nächsten mal in Irland 🇮🇪😊👍

14 Juni 2017

Trolltunga - oder Wandern XXL

Ok, wir dachten, wir wissen, was uns erwartet... falsch gedacht. Denn das war nicht unser Tag. 

Wecker um 5:00 Uhr: ✅ 
Abfahrt zum 70 km entfernten Startpunkt der Wanderung: 5:25 Uhr: ✅ 

Dann, nach guten 25 von 70 Kilometern, die alles entscheidende Frage: Hast du die Lunchpakete in deinem Rucksack? Wieso ich? Nö, die wolltest du doch nehmen ... ach so? Oh weh - Nun gut. 

Frühstück und Lunch fallen also aus - aber dennoch: ☺️


Wir haben es geschafft. Aber der Reihe nach: 

Der Weg war super beschwerlich, schon jetzt vor offizieller Freigabe, total überlaufen und er gestaltete sich ungefähr so: 

Wer muss denn essen, wenn er eine Unterlippe hat: 


Voll ausgestattet (nur ohne Lunchpakete) wie vorgeschrieben starten wir also. 


Kilometer 1 und 2 von 21 sind 
Treppensteigen pur über 400 Meter Steine und Geröll geht's nur aufwärts. Und das ist nur ein knappes Drittel der Höhenmeter. Ich habe eigentlich schon keine Lust mehr. Hans lächelt noch. 


Hier sieht es echt richtig nett aus. Aber: ich habe so großen Hunger. 


Hans nicht. Also zwischendurch schnell einen der beiden Müsliriegel und ein bis drei Gramm vom gammeligen Studentenfutter-Rest  😩... (für die Snacks war ich verantwortlich...)


Die ersten Schneefelder!


Und wer hat immer noch Hunger 🙁


Der Schnee ist schwer zu begehen, denn überall wird er unterspült... Man muss sich super konzentrieren, um nicht ins Eiswasser zu stapfen ... ganz leicht, wenn man Hunger hat 🤔
Und dann regnet es auch noch. Oh je 😑


Vielleicht ein winziges Päuschen?


Nö. Immer weiter. 


Aber bei Kilometer 8 oder so sehen wir endlich den Ringedalsvatnet(-See). Das sind super schöne Aussichten. 


Denn für jeden gibt es jetzt mal einen halben Schokolriegel ... 🙄 ich habe immer noch Hunger. Aber keine Lust mehr auf Unterlippe 😜


Wir sind zu diesem Zeitpunkt schon etwa 1.000 Meter geklettert und haben wohl ungefähr 8 km Strecke gemacht. Und ständig werden wir überholt von Menschen in Sneakern, kurzen Hosen oder nagelneuen, schneeweißen Joggingschuhen. Und Hunden. Eine Dame geht den Weg mit drei (!) Schoßhündchen à 25 cm Schulterhöhe nach oben. Die hecheln und japsen und kläffen, was das Zeug hält, sind aber schneller als wir ... wir werden alt. 

Der Helikopter kam gerade als wir beinahe oben waren. Jetzt habe ich eher Angst. Hunger kann man auch mal vergessen.

Aber es war nichts passiert. Nur eine Übung. 

 
Sah aber spektakulär aus. 


Noch schnell der obligatorische Wasserfall:


Und dann sind wir endlich oben. Dort tummeln sich schon jede Menge schnellerer Wanderer oder solche, die hier oben zelten (bei 5 Grad und eisigen Wind) ... aber jeder darf alleine auf die Trollzunge. Warteschlange und ordentlich anstehen ist selbstverständlich! Auch, dass jeder der nicht wartet mit mindestens drei Kameras behängt wird. Moment. Welche Kamera für welchen Wanderer oder welches Pärchen ..? Da kann mal was durcheinander kommen. 😊

Aber klarer Vorteil: Man hat das Gefühl: Der Fjord gehört mir 😊


Ok. Gucke mir in Ruhe an. 700 Meter in die Tiefe geht es. Der See ist übrigens künstlich angelegt. 




Aber jetzt müssen wir alles wieder absteigen. Mittlerweile habe ich Kopfschmerzen 😖 (vor Hunger), aber der Helikopter ist weg. Also kein Taxi. Bleibt nur runter gehen. ... auf den Schneefeldern wäre jetzt eine Plastiktüte cool gewesen. 


Aber die Aussicht ist schon super. Es ist schade, dass wir doch sehr unentspannt sind und wie die Wilden runter galoppieren... ( also für unsere Verhältnisse... denn auch hier werden wir immer wieder überholt 😳).



Und irgendwann (exakt nach 10 Stunden, 12 Minuten
) ist es dann auch geschafft. Knappe 24 Kilometer ermittelt mein GPS und über 1.300 Meter rauf und runter. 

Gut dass das Restaurant im Hotel Nudeln serviert. Ich will einen ganzen Berg... und dann scheint auch wieder die Sonne, während sich ein alterndes Kreuzfahrtschiff malerisch (bis auf die Rauchsäule) aus der Idylle des Eidfjords davon macht. 


13 Juni 2017

Brücken, Tunnel und andere Highlights

Was für wunderschöner ein Tag. 

Zunächst verlassen wir Aurland schon früh. Hier hatte es uns ja sowieso nicht so gut gefallen. 

Die Reise geht Richtung Eidfjord. Dort wollen wir heute Kanu fahren und morgen wandern - Aktiv-Urlaub ist angesagt. Ich freue mich ziemlich darüber. Wenn man hier viel sehen will, sind lange Autofahrten zwar ein Muss, aber das Sportprogramm war ja doch eher mager und ( klar ich ein fieser Streber) das fehlt mir ein bisschen. 

Die Fahrt wartet dann auch wieder mit großartigem auf: einen Kreisverkehr in einem Tunnel hatten wir auch noch nicht. Und der ist sogar richtig schön gemacht. 


Und die Hardanger-Brücke ist auch ein spektakuläres Bauwerk. Hat was von Golden Gate. Erst fahren wir drüber:


Und dann gibt es noch einen Aussichtpunkt. 


Brücken und Tunnel können die Norweger. Hier lassen sie sich das aber auch vergolden. Die Überfahrt kostet fast 20 € 🙄



Dann geht es aber los. Wir informieren uns nur kurz im Touristen-Büro, ob der Weg auf die Trolltunga morgen begehbar sein wird. Das klappt schon mal und dann beginnt das heutige, eher feuchte Abenteuer.  


Erst mal Trockenübungen und ordentlich wasserfest machen. Die Schwimmweste trägt ja doch nur minimal auf 😉


So, dick eingepackt. Jetzt aber ... 


Wann geht es denn los. Ich bin schon ganz ungeduldig... 


Der Guide Björn (übrigens Kölner 😁) ist sehr aufmerksam und macht erst mal Übungen mit uns, damit wir nicht kentern. So in der Mini-Brandung geht mir dann auch ein bisschen die Muffe. Denn das Wasser hat angeblich 12 Grad. Gefühlte -2



Die ersten paar Minuten habe ich echt Angst zu kentern. So ein Kanu ist eine wackelige Angelegenheit, aber nach und nach wird das richtig lustig und der Eidfjord ist kein sehr wildes Gewässer. 




Auch hier habe ich wieder ein Video gemacht. (Unter mehrfacher Beinahe-Opferung des Handys) 


Nach der Tour habe ich definitiv meine Unterlippe abgeknabbert. 😉

Der Wasserfall, dessen Namen Björn auch nicht kennt, ist die Wendemarke. Dann geht es gemütlich wieder zurück. 




Morgen können wir schon mal die Arme nicht mehr bewegen. Dass das mit den Beinen dann am Donnerstag ähnlich wird, dafür sorgen wir morgen auf der Wanderung auf die Trollzunge. Ich bin sehr gespannt. Es geht jedenfalls um 5:00 Uhr los. Das fand Siri übrigens eher weniger komisch und möchte nicht geweckt werfen. ... Prinzessin... 


Drückt uns die Daumen, dass das Wetter gut wird und wir die Tour gut schaffen. Das werden ca. 23 Kilometer und die gehen quasi weitestgehend bergig (der Sage nach 1.300 Meter rauf und 1.300 Meter wieder runter). 😀 Wir werden sehen...

Den Abend verbringen wir bei unserer neuen Lieblingsspeise (Knäckebrot mit Käse und Schinken... gab es quasi täglich) auf dem Zimmer. Das hat nämlich einen wunderschönen Ausblick 🤓 auf den Fjord.