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11 Juni 2017

Touristen-Tag mit Flåmbahn und ganz viel Aussicht.

Und wieder verbringen wir einen Tag ganz klassisch auf den ausgetretenen Touristen-Pfaden.  


2 Kilometer entfernt vom Aurland liegt Flåm. Von hier aus windet sich die Flåmbahn gute 20 Kilometer eingleisig in den Berg und damit 866 Meter im die Höhe. 



Alle Mann einsteigen ... der Zug fährt ab. 




Weil man das wohl gesehen haben sollte, hatten wir die Tickets schon daheim gekauft. Das war ziemlich schlau, denn mit uns tummelt sich eine ganze italienische Kleinstadt in Flåm. Die MSC Preciosa liegt im Aurlandsfjord und die Bahn ist ähnlich voll, wie zu Stoßzeiten im Kölner Berufsverkehr. 

Flåm und die Stabskirche: 


Die Bahnstrecke wurde zunächst 1923 für den Güterverkehr gebaut, dann aber nach und nach vom Personenverkehr zum Tourist-Magnet. 20 von 18 Tunnel wurden in Handarbeit durch den Fels getrieben. Manchmal kamen die Arbeiter da im Monat nur einen guten Meter vorwärts. Die Tunnel sind oft als Kehren gebaut um schnell Höhe zu gewinnen. Denn es geht teilweise richtig steil aufwärts. 



Und wie überall an den Hängen Norwegens auch hier wieder sehr schöne Ausblicke und Wasserfälle. 


Dieser hier - den Namen habe ich vergessen - hat einen freien Fall von 140 Metern.


Dieser Weg mit seinen  21 Kehren wird heute als Wanderweg und für Mountainbiker genutzt. Runter ist bestimmt toll ... aber hoch 🙅 Aber früher wurden auch über diesen Pfad Güter transportiert. 


Und dann das Highlight: Kjosfossn. Um diese spektakuläre Kaskade rankt sich eine hübsche, aber vertraute Geschichte. Der Legende nach stand auf diesem Berg über dem Wasserfall die wunderschöne Huldra mit ihren langen blonden Haaren (und einem Kuh- oder Fuchsschweif - da streiten sich die Geister). Sie war eine Waldfee und versuchte mit ihrem Gesang die Männer vom Weg abzubringen und in den Berg zu locken. Könnte eine Schwester unserer schönen Loreley sein. Überall das gleiche 😉 - warum denken sich alle Völker wohl solche Geschichten aus? 


Hier im Video habe ich den Gesang einmal festgehalten. ...


Ich wäre dafür jetzt zwar nicht mit in den kalten, nassen Berg gegangen, aber ich bin ja auch kein Mann 😀


Alle Fahrgäste durften dann mal für fünf Minuten raus. Das sah dann so aus. Bahnsteig voll, alle Touristen patschnass.




Und dann ging die Fahrt wieder abwärts. Eine sehr schöne Sache. 



Auf der Suche nach einem Restaurant werden wir von 'Tante Google' dann auf diese spektakuläre Aussichtsplattform gelockt. Stegastein liegt 640 Meter über dem Fjord. Der Steg ragt beinahe 30 Meter direkt über den Abgrund und vermittelt mit der Glasscheibe am Ende das Gefühl direkt über dem Abgrund zu stehen. Toll und eine herrlich wackelige Angelegenheit. 




Durch die Glasscheibe kann man super schöne Bilder vom Fjord machen ... leider ist manchmal die Spiegelung so lustig, dass man sie dann aber doch nicht brauchen kann. 










Das Wetter wird dann etwas schlechter und der Hunger immer grösser. Das von google versprochene Café bei der Plattform gibt es wohl nicht, darum fahren wir wieder ins Hotel. Dort im Restaurant könnte ich mir jetzt einen leckeren, riesigen Burger 🍔 gefallen lassen. 

Bei der Ankunft erwartet uns eine Seltenheit: Von der Plattform aus hatten wir es schon gesehen, es war gemütlich den Fjord entlang gekommen und landet nun mit uns im Aurland. Segelboote sind auf dieser Route echt selten. 


Und dieses ist richtig groß. Es hat locker 50 Meter. Es muss ein erhabenes Gefühl sein, mit so einem schönen Schiff elegant durch die Fjorde zu fahren. Eine echte Alternative zu fahrenden italienischen Kleinstädten, wenn man das nötige Kleingeld hat. 


Da ich am Ende meinen Burger dann tatsächlich bekommen habe und die schlechte Laune verflogen ist ... das war ein toller Tag ... 😉👍



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