Wecker um 5:00 Uhr: ✅
Abfahrt zum 70 km entfernten Startpunkt der Wanderung: 5:25 Uhr: ✅
Dann, nach guten 25 von 70 Kilometern, die alles entscheidende Frage: Hast du die Lunchpakete in deinem Rucksack? Wieso ich? Nö, die wolltest du doch nehmen ... ach so? Oh weh - Nun gut.
Frühstück und Lunch fallen also aus - aber dennoch: ☺️
Wir haben es geschafft. Aber der Reihe nach:
Der Weg war super beschwerlich, schon jetzt vor offizieller Freigabe, total überlaufen und er gestaltete sich ungefähr so:
Wer muss denn essen, wenn er eine Unterlippe hat:
Voll ausgestattet (nur ohne Lunchpakete) wie vorgeschrieben starten wir also.
Kilometer 1 und 2 von 21 sind
Treppensteigen pur über 400 Meter Steine und Geröll geht's nur aufwärts. Und das ist nur ein knappes Drittel der Höhenmeter. Ich habe eigentlich schon keine Lust mehr. Hans lächelt noch.
Hier sieht es echt richtig nett aus. Aber: ich habe so großen Hunger.
Hans nicht. Also zwischendurch schnell einen der beiden Müsliriegel und ein bis drei Gramm vom gammeligen Studentenfutter-Rest 😩... (für die Snacks war ich verantwortlich...)
Die ersten Schneefelder!
Und wer hat immer noch Hunger 🙁
Der Schnee ist schwer zu begehen, denn überall wird er unterspült... Man muss sich super konzentrieren, um nicht ins Eiswasser zu stapfen ... ganz leicht, wenn man Hunger hat 🤔
Und dann regnet es auch noch. Oh je 😑
Vielleicht ein winziges Päuschen?
Nö. Immer weiter.
Aber bei Kilometer 8 oder so sehen wir endlich den Ringedalsvatnet(-See). Das sind super schöne Aussichten.
Denn für jeden gibt es jetzt mal einen halben Schokolriegel ... 🙄 ich habe immer noch Hunger. Aber keine Lust mehr auf Unterlippe 😜
Wir sind zu diesem Zeitpunkt schon etwa 1.000 Meter geklettert und haben wohl ungefähr 8 km Strecke gemacht. Und ständig werden wir überholt von Menschen in Sneakern, kurzen Hosen oder nagelneuen, schneeweißen Joggingschuhen. Und Hunden. Eine Dame geht den Weg mit drei (!) Schoßhündchen à 25 cm Schulterhöhe nach oben. Die hecheln und japsen und kläffen, was das Zeug hält, sind aber schneller als wir ... wir werden alt.
Der Helikopter kam gerade als wir beinahe oben waren. Jetzt habe ich eher Angst. Hunger kann man auch mal vergessen.
Aber es war nichts passiert. Nur eine Übung.
Sah aber spektakulär aus.
Und dann sind wir endlich oben. Dort tummeln sich schon jede Menge schnellerer Wanderer oder solche, die hier oben zelten (bei 5 Grad und eisigen Wind) ... aber jeder darf alleine auf die Trollzunge. Warteschlange und ordentlich anstehen ist selbstverständlich! Auch, dass jeder der nicht wartet mit mindestens drei Kameras behängt wird. Moment. Welche Kamera für welchen Wanderer oder welches Pärchen ..? Da kann mal was durcheinander kommen. 😊
Aber klarer Vorteil: Man hat das Gefühl: Der Fjord gehört mir 😊
Aber jetzt müssen wir alles wieder absteigen. Mittlerweile habe ich Kopfschmerzen 😖 (vor Hunger), aber der Helikopter ist weg. Also kein Taxi. Bleibt nur runter gehen. ... auf den Schneefeldern wäre jetzt eine Plastiktüte cool gewesen.
Aber die Aussicht ist schon super. Es ist schade, dass wir doch sehr unentspannt sind und wie die Wilden runter galoppieren... ( also für unsere Verhältnisse... denn auch hier werden wir immer wieder überholt 😳).
Und irgendwann (exakt nach 10 Stunden, 12 Minuten) ist es dann auch geschafft. Knappe 24 Kilometer ermittelt mein GPS und über 1.300 Meter rauf und runter.
Gut dass das Restaurant im Hotel Nudeln serviert. Ich will einen ganzen Berg... und dann scheint auch wieder die Sonne, während sich ein alterndes Kreuzfahrtschiff malerisch (bis auf die Rauchsäule) aus der Idylle des Eidfjords davon macht.
























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