… jedenfalls vorläufig mit der Toskana. Wir haben diesem Landstrich wirklich sehr intensiv Zeit gewidmet und das ist auch gut so - im Nachgang stellen wir fest, diese Tour, die wir jetzt gemacht haben, ist sicherlich ein Traum vieler, vieler Italien-Liebhaber - und wir hatten jetzt das Privileg, das einfach „mal so“ mitzunehmen.
Von Montalcino aus, wo wir als letztes die netten Jungs vom Food-Truck kennen lernen durften, geht es weiter nach Pienza. Jedoch nicht auf direktem Weg. Bis wir uns am Ende eines langen Tages entschließen, direkt unterhalb der Stadtmauer von Pienza zu nächtigen, cruisen wir die Gegend um Montepulciano und das phänomenale Val d‘Orcia auf abenteuerlichen Schotterpisten sehr gemütlich ab. Dem Inbegriff der Toskanischen Landschaft widmen wir tatsächlich verschiedene Stellplätze und ein leckeres Grill-Mittagessen - Der Chef bei der Arbeit:
Die Chefin in der Küche ;)
Und der Karlo steht im Wasser …
Irgendwann fängt dieser komische Luftauslass an, ordentlich zu röhren und zu müffeln. Da wir nicht wissen, was das für ein Ding ist, nehmen wir nach dem Essen dann lieber „Reißaus“:
Am nächsten Platz - mitten im Rapsfeld - treffen wir auf Menschen aller Herren Länder, die sich in die Pinien-Alleen stellen, sich fotografieren und auch nicht davor zurückschrecken, mitten durch den Raps in voller Blüte zu trampeln für das ultimative Foto mit Sonnenhut. Wir halten uns da eher zurück und bleiben auf den Wegen. Was die Landwirte wohl davon halten … ?
Karlo braucht natürlich keinen Sonnenhut.
Ich habe meinen ja verloren, deshalb muss es ohne gehen.
Die Italiener sind wehrhaft - die Luftwaffe ist allseits präsent - Hans gelingt tatsächlich ein Foto - meist sind sie ja schon verschwunden, wenn man sie hört.
Ein oder zwei Piloten im Cockpit… who knows … ?
Kontrastprogramm: Ein Herz in der Landschaft.
Aber auch hier im „Feld“ wollen wir nicht schlafen, das ist uns doch zu viel Privat-Gelände und wir wollen ja nicht mitten in der Nacht vertrieben werden. Deshalb fahren wir weiter nach Pienza und schlafen dort im Schatten der alten Stadtbefestigung. So muss das sein. Karlo steht mit Blick ins Tal und die Solarpaneele sind auch ordentlich sauber … von oben haben wir einen perfekten Ausblick.
Gerade im Augenblick der Bekanntgabe des neuen Papstes sind wir oberhalb der Stadtmauer gleich neben der Kirche von Pienza. Die Glocken läuten und Touristen (aus den USA) und Einheimische diskutieren oben an der Stadtmauer über die Vorzüge eines neuen Papstes aus Amerika - wir erlauben uns da kein Urteil. Wir sind nicht katholisch und von daher halten wir uns lieber raus. Wir denken nur an zuhause, ob da in diesem Moment wohl der „Dicke Pitter“ läutet und die Kölner über die erfolgreiche Wahl des neuen Papstes informiert?
Nur das Glockenläuten nimmt Hans auf Video auf.
Nach diesen unglaublich schönen Eindrücken verlassen wir dann aber die Toskana erst mal und widmen uns zunächst wieder Alltäglichem. Das Auto sieht aus wie „sau“! Wir sind ja die letzten Tage nur Schotter gefahren und es hat immer wieder geregnet. Der Karlo hat eine Schlamm-Kruste, die eines Dampfstrahlers bedarf. Aber das lässt sich ja regeln - Autolavagia gibt es hier überall.
Dreckspatz:
Gegen Saubermann - nicht perfekt, aber wir sind erst mal zufrieden.
Danach entschließen wir uns, uns mal einen Campingplatz und etwas Ruhe zu gönnen. Unsere Wahl fällt auf einen ACSI-Platz am Lago Trasimeno. (Alle Camper unter Euch wissen, was ACSI bedeutet) Hier wollten wir eigentlich schon vor zwei Wochen bleiben, da war es aber zu voll, wegen der italienischen Osterferien. Jetzt klappt das aber und wir können hier mal drei Tage entspannen.
Wildlife am See
Ein paar Pappel-Pollen - es sieht aus, als ob es schneit.
Frühstück mit Seeblick ;)
Und Castiglione del Lago … wunderschön - das schauen wir uns morgen noch mal von der Befestigungsanlage aus an, die war heute schon geschlossen, wir waren schon zu spät dran und die Anlage war geschlossen.
Der Blick in die Ferne auf Montepulciano - bei den ganzen „Montes“ kommen wir immer noch ganz durcheinander - ob das den Römern früher wohl leichter gefallen ist, diese ganzen Verkehrswege auseinanderzuhalten … ?
Das sieht eher nach Mexiko und „Kill Bill“ aus, wie wir finden ;)
Morgen machen wir es uns noch mal ganz gemütlich und entspannen, und am Montag geht es dann weiter nach Assisi - jetzt, wo die italienischen Ferien zu Ende sind, wollen wir uns das nochmal anschauen.


























Die Toskana bleibt einfach ein Traum. Und ich dachte, dass ihr mal beim "GRAF" vorbei fahrt. Der hätte Euch sicherlich bei sich parken lassen. Vielleicht beim nächsten Trip.
AntwortenLöschenLiebe Dagmar, natürlich haben wir geprüft, ob der „Graf“ die Villa noch so betreibt, wie wir es aus unseren „Frosch“-Reisen kannten. Aber derzeit ist dort keinerlei Ferienbetrieb und da wollten wir uns nicht aufdrängen.
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