Die Ausreise aus Albanien ist noch völlig entspannt. Personalausweise und Fahrzeugschein vorzeigen und weiter geht’s - alles ist easy. Die Griechen lassen es dann mal ganz anders krachen, als wir es kennen - und wir kennen schon viel.
Eine völlig durchgeschwitzte Grenzbeamtin geht lange vor dem Einreise-Terminal an jedes Fahrzeug in der Schlange heran und verlangt in gebrochenem Englisch, dass einer aus dem Auto mit den Pässen zum Grenz-Büro gehen und die Personen-Einreise organisieren soll. Sie kontrolliert dann in der Zwischenzeit das Auto mit dem verbliebenen Fahrer… What…? Was soll Dagmar denn da machen - so ganz ohne Beifahrer? Sie gibt mir erst mal die Papiere mit, kommt aber lieber doch nach, um dem Grenzer persönlich gegenüber zu stehen. Dann stellen wir aber in der Wartezeit fest, dass sie besser bei ihrem Auto bleibt, damit sie vorrücken kann. Also rennt sie wieder zurück und lässt mir nur ihren Personalausweis da. Was ein Stress.
Die arme Dagmar rennt nun also, sehr verunsichert von dieser ungewöhnlichen Einreiseformalität, zwischen mir und ihrem Auto hin und her und ist sichtlich nervös. Am Ende brauche ich sie aber für die Personeneinreise gar nicht - unsere Personalausweise werden gar nicht kontrolliert, weil wir EU-Bürger sind.
Als ich wieder zurück zu den Autos komme, ist Hans ganz blass um die Nase. Die abgekämpfte Grenzkontrolleurin hat das Auto untersucht und gefragt, ob der Baum auf dem Tisch echt ist … NEIN - der ist aus Plastik - Hans hat super schlagfertig reagiert. Dass man weder Pflanzen noch Obst oder Gemüse in die EU einführen darf, war uns gar nicht klar - der arme Benny-Pappa-Baum - da wäre er uns nach 35 Jahren in Köln und 4 Monaten auf Reisen nun doch noch fast abhanden gekommen. Aber eben nur fast. Wir mögen gar nicht drüber nachdenken und blenden diese Grenzkontrolle erst mal gedanklich aus.
Der Baum jedenfalls belohnt Hans’ Einsatz bei der Grenze mit neuen Blättern und zarten neuen Ästen. Das ist schön.
Wir sind froh, dass das so glimpflich ausgegangen ist. Und natürlich auch, dass er diese anstrengende Reise und die Temperaturen weitaus besser verträgt als Hans und ich.
In Griechenland (Syvota) auf dem Nautilos Campingplatz hat Dagmar sich ein Appartement gemietet und wir stehen im Halbschatten nebenan hier nun von Mittwoch bis Sonntag am Meer - es rollt eine Hitzewelle durchs Land, was wirklich lähmend ist. Wir vertreiben uns die Zeit im und am Wasser mit schönen Sonnenuntergängen und intensiven Gesprächen über die Zukunft.
Bis zu 42 Grad am Tag und auch nachts rutscht die Temperatur im Karlo nicht mehr unter die 28 Grad-Marke und das ist wirklich schwer erträglich. Manchmal wünschte ich mir einen Keller im Auto oder eine Klima-Anlage.
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| An erholsamen Schlaf ist da eher nicht zu denken. |
Dass wir etwas schwitzen und ein wenig leiden, ist natürlich nur die harmlose Seite der Hitze-Medaille - Freitags bekommen wir eine Broadcast-Warnung auf die Handys, dass es 30 Kilometer entfernt starke Waldbrände gibt - nun, da sind wir ja jetzt fast schon dran gewöhnt. Diesmal wird der Brand mit Löschflugzeugen eingedämmt. Das geht den ganzen Freitag so - mal zu dritt oder viert in Formation fliegen die Flugzeuge vom Meer aus über den Campingplatz.
Schlimme Geschichte - aber uns geht es natürlich gut - wir bekommen ausser ein bisschen Rauch am Himmel und den Löschflugzeugen gar nichts davon mit.
Wir machen uns eine gute Zeit und lieben die Griechische Küche - ich könnte eine Flatrate auf Tzaziki abonnieren - lecker ;) Dagmar und Hans probieren sich am Frappé… aber nur mit mäßiger Begeisterung.
Es wird dann vielleicht jetzt tatsächlich mal wenig ruhiger in den nächsten Tagen, da die große Hitzewelle noch nicht vorbei ist und wir ein bisschen gelähmt zwischen Meer und klimatisiertem Appartement hin und her vegetieren. Aber das ist natürlich ,Jammern auf allerhöchstem Niveau‘ ¯\_(ッ)_/¯
Morgen fahren wir erst mal weiter und suchen uns ein neues schattiges Plätzchen.

















Oh..wie heiß bei euch. Ich glaube, ich möchte nicht tauschen 😜😃 aber nur, was das Wetter betrifft. Liebe Grüße.... besonders an Dagmar 💕
AntwortenLöschenViele Grüße nach GR aus der Stadt mit „K“. Temp tagsüber ca 24 Grad nachts um 16 Grad. Armin&Claudia
AntwortenLöschenLiebe Dagmar, danke für die tollen Eindrücke, möchten trotzdem nicht mit Euch tauschen. Es ist uns zu heiß.
AntwortenLöschenWeiterhin eine entspannte Zeit und kommt gut weiter. Vielleicht wird es etwas kühler. Wünschen wir Euch. Liebe Grüße aus der Heimat Gudrun und Herbert
Grüße an die Freunde
Hallo Ihr Lieben, ich leide mit euch…. 42° ist ja schlimm… Wir freuen uns hier gerade über 21° maximal Temperatur Und das für die nächsten sieben Tage, hurra 🥶 Passt weiterhin auf euch auf. Allerbeste Grüße, Viola
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