Wir genießen zwei entspannte Übernachtungen am Stausee und fahren dann heute weiter Richtung Transsilvanien zur berühmten Passstraße Transfăgărășan in den Karpaten.
Aber erst muss ich mich noch von unserem kleinen Familienanschluss verabschieden. Die kleine Deutsche Jagdterrier-Hündin habe ich echt ins Herz geschlossen. Sie wohl eher nur mein gegrilltes Hühnchen-Leftover …
Im Sonnenuntergang mag aber auch der mutigste Jagdhund mal ein bisschen kuscheln.

Ich muss gestehen, ich hatte unglaublich viele Vorurteile unserem 10. Reiseland gegenüber und deshalb überrascht (gerade mich) Rumänien tatsächlich sehr. Der aufstrebende Tourismus liegt zwar noch in den Kinderschuhen, man kann Rumänien aber durchaus als Geheimtipp betrachten und wirklich nur empfehlen. Und das sagen wir, obwohl wir erst drei Übernachtungen hier hatten.
Auf dem Weg staunen wir nicht schlecht. Das Land ist wunderschön, sauber und super aufgeräumt. Und immer wieder trifft alt auf neu.
Die Menschen hier sind freundlich, aufgeschlossen und sehr, sehr fleißig. Überall wo wir auf Menschen treffen, sind diese mit irgendwelchen Arbeiten beschäftigt. Faul herumstehen oder -sitzen tut hier niemand. Jeder kann - zumindest ein wenig - Englisch und wenn nicht, dann wird auch bei den Älteren sofort das Handy mit dem Google-Übersetzer gezückt.
In vielen Dörfern sieht es fast so aus wie bei uns in den deutschen oder österreichischen Alpen. Und dann wiederum gibt es Strecken, wie die Transfăgărășan, die mit richtigem Safari-Abenteuer aufwarten.
Entlang der wunderschönen Passstraße über die transsilvanischen Alpen kann man nämlich hinter jeder Ecke auf Bären treffen. Es kommt sogar vor, dass die Strecke deshalb komplett gesperrt werden muss.
Die Bären sollen angeblich unterhalb der Baumgrenze im Wald leben.
Erst mal wird die Straße jedoch von dieser Horde belagert
Je weiter wir nach oben gelangen, desto häufiger treffen wir auf Warnschilder: Die Bären bitte nicht füttern (also jedenfalls nicht mit Pizza). Wir sind gewarnt, aber das hätten wir eh niemals in Erwägung gezogen.
Wir werden nicht enttäuscht und Dagmars Teddy freut sich sehr über seine großen Schwestern und Brüder.







Wir haben noch nie Bären in freier Wildbahn erlebt und sind wirklich sehr beeindruckt. Über unsere Funkgeräte-App wird aufgeregt hin und her geplappert. Die arme Dagmar hat ja sonst niemanden, mit dem sie das sofort teilen kann.
Die heutige Übernachtung findet aber natürlich ganz sicher auf der Passhöhe auf 1900 Metern und jenseits der Baum- und Bärengrenze statt. Sonst würden wir uns das nicht trauen.
Allerdings treffen wir hier oben auf einen Tcheschen mit seiner Drohne, der hat gestern hier oben übernachtet und vorher weiter unten die Bären mit Äpfeln und Hundefutter gefüttert. Und das mit zwei kleinen Mädchen im Van … Er hat sicherlich noch bessere Fotos machen können als Hans.
Der tatsächliche Scheidepunkt der Passstraße mutet eher wie Disney-Land an und ist vollkommen überfüllt. Da fahren wir einfach 300 Meter weiter nach unten. Auf einem kleineren Parkplatz richten wir uns für den Nachmittag und Abend gemütlich ein. Ein paar Würstchen in der Pfanne und der Rest vom Kartoffelsalat von gestern … lecker.
Statt tausender Touristen ist das hier unsere Abendgesellschaft. Unser Blick aus dem Schlafzimmerfenster für heute Nacht. Kann man mal machen.
Wir vertreten uns noch ein wenig die Beine über die Weide und über Stock und Stein.
Alleine bleiben wir hier oben heute Nacht auch nicht.
Die wunderschöne geschlungene Route lockt sogar an einem Mittwoch jede Menge Besucher an. Auch eine ganze Porsche-Gruppe bleibt den ganzen Abend bei uns auf dem Parkplatz. Und während wir die Natur bewundern und uns fragen, was es mit dieser Ansammlung modernster deutscher Ingenieurskunst auf sich hat, gibt das Internet Auskunft. Die Firma Porsche hat der Transfăgărășan eine Sonderedition ihres 911ers gewidmet. Was für ein Glück, dass die ausgerechnet alle neben uns (und zwischen den Schafen) parken wollen.
Da man im Porsche aber nun mal nicht übernachten kann, bleiben wir lieber bei unserem Set-Up. Karlo macht sich ja auch super im Panorama.
Und der kleine Ford sowieso ;)
Mit Einbruch der Dunkelheit wird es dann allmählich etwas ruhiger hier oben. Tagsüber kommt es uns noch ein wenig vor, wie an einer Autobahnraststätte.
Und weil hier anscheinend immer so viel los ist und tausende Touristen hier entlang kommen, waren andere waschechte Kölner wohl schon vor uns hier.
Das abendliche Tal im Sonnenuntergang. Dahin führt uns dann morgen unser weiterer Weg.
Wir sind total geflasht von allem, was dieser Tag bisher für uns bereitgehalten hat. Wenn sich der feine, dunstige Wolkenschleier noch verzieht, gibt es vielleicht dann im nächsten Blog-Beitrag noch ein paar Bilder vom Sternenhimmel.
Wahnsinns Eindrücke, die ihr erlebt. Echt beeindruckend👍. Viel Spaß und passt weiterhin auf euch auf. Liebe Grüße aus dem Bergischen Land. Sabine
AntwortenLöschenPasst bloß weiter auf die Bären auf!
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