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02 Mai 2025

Die Pechsträhne …


… sie reißt nicht so recht ab. Aber der Reihe nach.

Nachdem wir unseren Naturstellplatz im Grünen wieder verlassen haben, machen wir unseren nächsten Stopp in Castelione d‘Orcia. Auf diese Burgruine hatten wir am Vorabend geschaut und das wollen wir besichtigen. Der Stellplatz ist nicht sehr einladend, aber für einen Besuch des Dorfes reicht es.  


Natürlich halten wir uns IMMER an die Geschwindikgeitsbegrenzung. 

Und hier mache ich meine erste Erfahrung mit einem Barber-Shop. Ich wusste gar nicht, dass Frauen dort auch bedient werden, aber die Jungs sind ganz entspannt und ich bin zufrieden. Für 15 Euro endlich ein bisschen weniger Matte … 


Auch Hans hat eine neue Frisur. Er war allerdings schon zum zweiten mal auf der Reise beim Friseur. In Zwickau hatte er auch schon mal das Vergnügen. 


Wir essen noch eine Kleinigkeit (Hans die Spezialität des Hauses, das „betrunkene Schwein“ und ich einen Salat). Ein kleines Eis zum Nachtisch ist auch noch drin. 


Dann stromern wir noch ein wenig durch die Stadt - wirklich sehr hübsch hier. 



Und wir finden ein kleines Eisenwarengeschäft, in dem wir die fehlenden Werkzeuge für die Reparatur der Trittstufe erstehen. Plan ist dann eigentlich, jetzt über den Feiertag und das Wochenende auf einen Campingplatz zu fahren, damit wir die Trittstufe dort reparieren können und auch das Verdunklungsrollo an der rechten Hecktüre, das zwischenzeitlich ebenfalls kaputt gegangen ist. Anscheinend mag der Karlo so lange Touren ohne Rückkehr in den Heimathafen nicht so gerne - er zeigt jedenfalls die eine oder andere Verschleißerscheinung. 

Und weil wir das mit den Plänen ja nicht so gut können, fahren wir dann doch das nächste kleinere Örtchen Paganico an. Der Ort besticht durch eine alte Stadtmauer und ist ansonsten ein recht verschlafenes Nest - auf den ersten Blick jedenfalls. Wir spazieren also die Hauptstraße einmal rauf und wieder herunter und werden dann in einer kleinen Bar vom Priester mit Handschlag begrüßt und direkt ansgesprochen. Man sucht wohl noch Immobilien-Käufer für zwei Objekte im Ort. Er denkt, wir sind deshalb gekommen, weil die Termine für die Besichtigung morgen stattfinden sollen. Das Dorf ist zwar hübsch, aber wir ziehen lieber weiter. 

 





Die Nacht verbringen wir eher unromantisch auf diesem Parkplatz, der auch von der Dorfjugend als Ausgangspunkt für übermotorisierte Spritztouren genutzt wird. Aber das kennen wir ja von zuhause. 
Es gibt hier auch einen sehr unromantischen „Brunnen“, an dem wird den ganzen Tag und auch schon gleich in der Früh Wasser gezogen. Dafür kommen die Bewohner mit Autos und diversen Gefäßen an. Es geht zu wie im Taubenschlag - so richtig ruhig wird es hier gar nicht. Wir füllen unsere Trinkflaschen dann auch mal. Das war mal kein schöner Stellplatz für die Nacht. Also weiter. 



Kostenlose Übernachtungen sind wirklich nicht so einfach zu finden. Aber wir bleiben entspannt.
Weil wir jetzt genug kleine Toskana-Dörfer und Städchen gesehen haben (fürs erste) fahren wir dann Mittwoch ans Meer zurück. 



Wir finden einen günstigen Platz - eher zufällig beim Vorbeifahren - und schauen von hier aus auf Elba. Dort haben wir uns im übrigen vor zwei Jahren die erste und bisher einzige Blessur in die Karosserie gefahren. Bei einem Wendemanöver auf einem sehr engen Campingplatz haben wir beide einen Überhang übersehen, was eine unschöne Delle im Heck zur Folge hatte. Da scheint irgendwie Karma im Spiel zu sein. Denn jetzt geht die Pechsträhne weiter:

Hans versucht mit dem neu erstandenen Schraubenschlüssel die Trittstufe erneut zu lösen und schwupps - die Schraube bricht einfach ab. Also können wir diese Reparatur auf dieser Reise erst mal vergessen. Denn Werkzeuge, um die Schraube auszubohren haben wir nicht mitgenommen. Dann machen wir eine Radtour ins Dorf über eine Schotterpiste. Die Steine sind teilweise wirklich grob und es geht ein starker Wind. Vorsichtshalber verstaue ich deshalb meinen Sonnenhut lieber im Fahrradkörbchen. 

Das Dorf Talamone ist dann aber eher ein ausgestorbenes Fleckchen Erde und wir radeln gleich wieder zurück. Kurz vor Ankunft am Auto hat Hans dann einen Platten:


Und mein Sonnenhut ist auch verloren … das ist alles ganz schön komisch und ich bin richtig traurig. Ich hatte ihn richtig tief in den Korb gesteckt und diesen auch verschlossen. Es ist mir ein Rätsel. 
Am nächsten Morgen mache ich mich dann noch mal zu Fuß auf die Suche über den Schotterweg. Vielleicht liegt der Hut ja irgendwo auf dem Weg. Aber ich finde ihn nicht. Wenigstens konnte Hans das Rad reparieren. Einen Ersatzschlauch hatten wir natürlich dabei. 



Auch die Aussicht auf Elba tröstet uns nicht wirklich. Es schleicht sich ein wenig Frust ein … 




Da wir von Talamone aus auf die Halbinsel Monte Argentario geschaut haben, beschließen wir am Freitag dann dorthin zu fahren und uns dort für ein paar Nächte aufzustellen. Daß dies ein Abenteuer der besonderen Art werden würde, konnten wir nicht ahnen.

Einmal auf der Insel angekommen lassen wir das erste Örtchen Porto Santo Stefano hinter uns und fahren in die Berge … ich kann das gar nicht so richtig in Worte fassen, wie die Straßen dort beschaffen sind. Für Karlo jedenfalls eher nicht geeignet. Wir wollen uns aber „durchbeißen“ und die Insel auf der Suche nach einem Übernachtungsplatz einmal umrunden. Daraus wird allerdings nichts. Bis mir endgültig schlecht wird, mache ich zwei kleine Videos. 



Am Ende müssen wir dann sogar auf der Hochachse drehen (Hans schafft das in vier Zügen) weil die Straße einfach durch einen Erdrutsch abhanden gekommen ist. Man kann das auf Google-Maps sehr deutlich erkennen. 




Frustriert verlassen wir also Monte Argentario wieder und fahren zurück zu dem Stellplatz von gestern - dort gab es auf der anderen Seite des Dorfes noch einen kostenlosen Parkplatz, der erst ab Mitte Mai kostenpflichtig wird. Den nehmen wir dann und machen uns erst noch mal Burger - das hatten wir gestern schon gemacht und darauf freuen wir uns jetzt so richtig. 









Morgen ist ein neuer Tag und dann entscheiden wir aufs neue, was wir machen wollen. Wahrscheinlich verlassen wir das Meer dann nach drei Tagen doch wieder und machen uns langsam auf Richtung Norden. Wir sind ja am 23.05 am Demmerkogel mit Familie und Freunden verabredet. Da können wir uns ja mal gaaaaanz langsam auf den Weg machen. 

¯\_(ッ)_/¯ 

2 Kommentare:

  1. Hallo und lieben Dank, dass ich euren Reisebericht mit vielen schönen Fotos online verfolgen kann. Freue jedesmal über den Anstubser im WhatsApp-Status. Wie lange wollt ihr unterwegs sein und wohin solls weitergehen? Ulrich, unsere Hündin Frrieda und ich werden im August Richtung Lovoten starten und hoffen auf Polarlichter im September. Zunächst euch eine gute weitere Tor mit ganz vielen superschönen Erlebnissen (ohne weitere Pannen). Liebe Grüße Uli
    P.S. Wir haben uns Nähe Fischbachau kennengelernt wo wir abends gemütlich am Feuer zusammengesetzten haben

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    1. Liebe Uli, das war aber auch ein super schöner Abend mit Euch in der Nähe von Fischbachau - Euer Heizungstropfer-Lackschutz oder wie das Ding auch immer heisst, tut seit dem treue Dienste am Karlo. Wie lange wir noch reisen wollen und wohin es gehen wird, wissen wir noch nicht. Wir halten uns da alles offen. Es gibt sicher limitierende Faktoren, aber davon sind wir noch ein wenig entfernt. Euch viel Spaß auf den Lofoten und ganz liebe Grüße zurück!! Tanja und Hans

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