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09 August 2025

Mystras und der Sturm


                      

Wir klappern gemütlich den Peloponnes ab und schauen uns weiter nach alten Kultstätten, Mystischem und Sehenswürdigkeiten um. Die Strecke ist wunderschön und ich komme aus dem Fotografieren nicht mehr raus.






Der Streckenverlauf: 

 

Wir wollen eigentlich Sparta besuchen - da sich aber die Kultstätte um die Spartaner in Mystras befindet, suchen wir uns einen Stellplatz 800 Meter von Mystras entfernt. 

Mystras ist eine UNESCO-Weltkulturerbestätte und wir wandern einfach mal hin. 






Da braut sich was zusammen - alle Wetter-Apps geben aber grünes Licht. Es soll nicht regnen. 








Wir wandern den Berg bis zum Kassenhäuschen hinauf. Aber 20 Euro pro Nase für noch mehr alte Steine sparen wir uns lieber. Das Wetter macht auch den Eindruck, als ob wir uns ein wenig sputen sollten. 


Während wir also nach getaner Wanderung im Dorf noch schnell etwas essen wollen, werden die Wetter-Apps doch Lügen gestraft. Nur über dem Campingplatz scheint noch die Sonne - Es sind ja nur 800 Meter, aber wir brechen unser Mittagessen dann doch lieber ab und Hans läuft schon mal vor zum Auto, um alle Fenster zu schließen und Dagmars Zelt vor dem Schlimmsten zu bewahren. Dagmar und ich gehen etwas langsamer hinterher - obwohl wir auch nicht nass werden wollen. Das Wolkenbild ist jedenfalls spektakulär. 



                         

Nachdem am Platz alles gesichert und das Unwetter sich aufgelöst hat oder weitergezogen ist, gehen wir noch mal zurück nach Mystras und genehmigen uns auf den Schreck und die Eile ein kühles Blondes:  Das Sparta-Bier wird hier gebraut und auch nur sehr regional ausgeschenkt. Schmeckt sehr gut. 
 



Dann brechen wir auf von Mystras wieder ans Meer. Die Temperaturen sollen zum Wochenende wieder weit über 30 Grad liegen, da hält man es am Meer tatsächlich am besten aus. 


Wir landen in Neochori, nachdem wir erst mal zwei Campingplätze vergeblich angesteuert haben, der erste war uns zu voll, neumodisch und zu teuer. Der zweite war schon voll. Derzeit sind alle Griechen mit Zelten unterwegs denn auch hier sind Ferien. 

Doch aus den Entäuschungen erwächst ja manchmal etwas wirklich gutes. Der Campingplatz Vathi Beach in Neochori ist ein wunderbar entspannter Ort. Noch nicht ganz voll und wir bekommen einen Platz gleich in der ersten Reihe am Meer. So schön haben wir lange nicht gestanden und entschließen uns, bis Montag noch hier zu bleiben und die Tage zu geniesssen. 

Die Bierlaune ist noch nicht verflogen und es gibt durchaus Abwechslung. 


Aber wir wollen tatsächlich auch hier nicht nur die Zeit vertrödeln. Ein Paar Kilometer weit weg, kurz hinter Gythio, liegt ein altes, Schiffsfrack im Meer. Der Capitän hatte es krankheitsbedingt 1981 in einen Hafen gefahren. Dort konnte es aber nicht bleiben und wurde von der Hafenmeisterei herausgeschleppt und vor Anker gelegt. Sich selbst überlassen wurde es dann in einem Sturm losgerissen und hier angespült. Ein bisschen schaurig ist dieses Mahnmal schon und vergänglich. In den 45 Jahren, die es nun dort liegt, ist nur noch ein rostiges Gerippe übrig. 

                                       

Graffiti-Künstler waren auch schon am Werk. Man kann vom Meer aus ins Frack hineingehen. 












Auch über 2000 Kilometer von zuhause weg. Der FC ist immer schon da ¯\_(ッ)_/¯ verewigt auf einem Stückchen vergänglicher Technik. 





Die Sonnenuntergänge sehen wir von unserem Campingplatz aus leider nicht, dafür können wir immer den Mondaufgang bewundern, der heute Abend ja ein Vollmond sein wird. Das gibt vielleicht noch mal ein paar schöne Bilder. 


Und vom Bett aus sehen wir den Sonnenaufgang dafür um so besser. Meist sind wir jedoch um 6:30 Uhr noch nicht so ganz hellwach - deshalb gibt es das Foto wirklich nur vom Bett aus. 



Hier am Strand liegen die Gelege von Wasserschildkröten. Sie sind markiert und werden auch regelmäßig kontrolliert. Sicherlich sind wir schon weg, wenn die Kleinen schlüpfen, aber so etwas würde ich gerne mal erleben. 






                                   

                                      




Wir können nur immer wieder feststellen, dass der Peloponnes wirklich ein wunderschönes Fleckchen Erde ist. Wir wollen gar nicht mehr weg. 

Wir schließen Freundschaft mit Mathilde, dem super niedlichen Hund der Nachbarn und lassen es uns mit Karlo und seiner tollen Ausstattung einfach gut gehen. 


Nach einer Abkühlung im Meer tut die kühle Außendusche richtig gut. 



Aber natürlich haben wir uns die weitere Route schon ausgesucht und auch die Lage zu den Autobahn-Gebühren für Bulgarien ist abgeklärt. Irgendwann wird es ja mal wieder weiter gehen (müssen)…


3 Kommentare:

  1. Wunderschöne Bilder, das Wrack ist wirklich unheimlich! Schöne Weiterfahrt noch!!! Alles Liebe Babsi

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  2. Wie immer soooo schöne Bilder... herrlich. Ich bin immer neugierig, macht weiter so und wie immer....ganz liebe Grüße an Dagmar 💕

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  3. Ich finde es großartig was Ihr für einen tollen Tripp macht.
    Und genauso großartig ist, dass wir mit Euren schönen Bildern und Eindrücken daran teilhaben können.
    Ich wünsche Euch noch viele weitere schöne Erlebnisse und Begegnungen.

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