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02 August 2025

Olympia


Wenn wir schon mal hier in Griechenland sind, machen wir auch mal ein bisschen Kultur. Hans und Dagmar waren vor 30 Jahren schon mal in Olympia und damals von der Ausgrabungsstätte eher enttäuscht. 

Um vom Campingplatz oberhalb der Stadt zur Ausgrabungsstätte zu gelangen, geht es rund 100 Meter abwärts - auf 900 Metern Strecke. Die Knie freut das sehr ¯\_(ッ)_/¯ Aber wir müssen uns mehr bewegen und deshalb wird hier nicht gejammert - oder nur ganz, ganz leise (und nur ich jammere). 

Die Aussicht in die Berge des Peloponnes ist wunderschön. 
 



Alles auf dem Campingplatz ist im übrigen super top gepflegt und in Schuss gehalten. Selbst die Waschhäuser aus den 70ern sind mit neuen Armaturen und Duschköpfen ausgestattet, da tropft nichts und alles ist blitzeblank. Da dusche ich tatsächlich das erste mal auf dieser Reise auf einem Campingplatz ohne Badeschlappen. Das ist tatsächlich eine ganz neue Erfahrung. 

Einzig diese Göttin hat keinerlei Zuwendung erhalten und rostet traurig vor sich hin. Hans blutet das Herz. Ist der Citroën DS doch sein absolutes Traumauto. 


Also abgesehen von diesem Traumauto: 


Hier noch die Fahrtstrecke vom Meer nach Olympia:

Und die Stellplatzsituation: 

(

Nach dem schmerzhaften Abstieg sind wir also in der Ausgrabungsstätte angekommen. Derzeit kostet sie 20 Euro Eintritt pro Person und ist wirklich weitläufig. Bei Hans' erstem Besuch war ausser dem Gymnasium und dem Stadion nichts anderes zugänglich. 

Natürlich sind wir wieder in der größten Mittagshitze unterwegs. Aber mit Hut und Sonnenschutz ist das kein Problem. Wir sind sehr beeindruckt von den alten Steinen. 



Im Tempel der Hera schließen wir eine Bildungslücke - wir dachten, das Olympische Feuer ist ein ewiges Feuer und geht nicht aus - so ist es aber nicht. Das Feuer wird für alle Olympischen Spiele im Tempel der Hera immer wieder neu entfacht - durch Sonnenstrahlen und einen Parabolspiegel. Dann wird es ins Stadion getragen und dort von einer „Hohepriesterin“ an den ersten Fackelläufer übergeben. 



Wir lernen auch, dass immer 3 weitere „Reserve-Laternen“ mit dem Feuer auf dem Fackel-Lauf mitgetragen werden. Dies, damit man nicht wieder nach Olympia zurücklaufen muss, falls die erste Fackel auf dem Weg einmal erlischt. Ich finde diese Geschichte spannend. Wahrscheinlich wussten die meisten von Euch das auch - ich aber nicht. Bildungslücke also geschlossen. 




Das Stadion - hier war also die Hauptaktionsfläche. Es wirkt kleiner als ein normaler Fußballplatz, aber in der Mittagssonne ist da nirgendwo das kleinste Eckchen Schatten. Wir bedauern die Athleten, die die Spiele immer nackt absolvieren mussten, damit sich keine Frauen in die Spiele einschleusen konnten. 

Finden wir natürlich schwierig. 


Also wir durften rein… aber nur bekleidet ;) 









Noch ein Selfie zum Abschluss und dann ist aber auch wieder genug mit Bildung. 


Müde und geschafft von Hitze und Kultur müssen wir jetzt nur den Berg zum Campingplatz wieder rauf, das wird wirklich knackig. Wie schon geschrieben, auf 900 Metern Strecke müssen wir 100 Höhenmeter überwinden… das brennt ganz gut in den untrainierten Wadeln ;) 




Wir belohnen uns mit einem eher spontanen Restaurantbesuch im Hotelrestaurant nebenan und bekommen zu unserer Bestellung so viele Grüße aus der Küche, dass wir gar nicht alles aufessen können. Das ist wirklich unglaublich lecker und viel. 


Beim Essen genießen wir noch den Sonnenuntergang:



Wir können das Restaurant wirklich nur empfehlen. Also, wenn Ihr zufällig mal vorbei kommt ¯\_(ッ)_/¯ 



 



Danach planen wir noch den weiteren Verlauf der Reise - wir wollen so langsam an den südlichsten Punkt gelangen und suchen uns dafür noch einmal ein Ziel am Meer. 


Wir werden schnell fündig und sind heute auf einem sehr rustikalen Campingplatz in Foinikounta angekommen. Karlo hat dabei die 88.000er-Marke geknackt. Genauer gesagt hat er uns jetzt 88.002 Kilometer durch Europa gefahren. Und das ohne auch nur ein einziges Mal wegen irgendwas zu meckern oder zu mucken. Wir haben uns da ein wirklich prächtiges und zuverlässiges Auto gekauft. Wir sind sehr zufrieden. 


                                                       

Wir verbringen hier nun drei oder vier Tage am Strand und machen uns danach tatsächlich zum zweiten mal auf dieser Reise auf gen Norden … (wir waren anfangs noch ohne Dagmar ja schon einmal ganz oben in Norddeutschland/Büsum)

1 Kommentar:

  1. Cool. In Olympia waren wir vor 11 Jahre. Allerdings sind wir nur eine kleine Strecke mit dem Bus gefahren. Die längste Strecke haben wir mit dem Flugzeug zurückgelegt. Ist ein interessanter Ort. Schöne Fotos habt ihr gemacht. Und wenn ich das Bild vom Essen sehe....fängt der Magen gleich an zu knurren. Habt ihr auch schon Schildkröten gesehen?
    Weiterhin gute Fahrt. LG Petra

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