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31 März 2025

Weiter geht’s nach Dresden


Nach einer stürmischen und regnerischen Nacht absoluter Ruhe und Natur: 

Erst mal ein Nachtrag: die wunderschönen Fotos von Karlo im Sonnenuntergang, die Hans gestern Abend noch gemacht hat:










Der Sonne-Regen-Mix hat auch Vorteile


Nach dem Frühstück machen wir uns dann auf nach Dresden. Bevor es aber so richtig los geht, fahren wir noch kurz einen Supermarkt an und tanken Gas - ich will doch kochen ;) 

Man braucht eigentlich immer eine Hand mehr, als man hat an diesen LPG-Zapfsäulen - Hans hat aber den Zapfhahn und auch den „Tod-Mann-Schalter“ (heißt das so?) perfekt im Griff:



Es geht über Landstraßen und so winzige Wege, dass wir tatsächlich über ein anderes Navi nachdenken. Wir werden kreuz und quer über Schotter- und Feldwege gejagt. Wir sind jetzt ein LKW … das geht uns wirklich gegen den Strich. Die letzten 900 Meter bis zur A4 nach Dresden sind sogar nur für Anlieger (What ...?) und über die Begrenzung auf unter 3,5 Tonnen sehen wir einfach hinweg. Na ja - wir haben ja ein Anliegen, wir wollen nach Dresden … 

Auf dem Stellplatz angekommen mache ich uns erst mal meinen Klassiker - Caesar’s Salad mit Hühnchen und Croûtons. Das geht auch ohne Thermomix ganz hervorragend und wir sind beide froh, dass wir im Auto solche Gerichte zusammen bringen. Wir haben nur den Stabmixer dabei - und der macht den Sardellen und dem Knoblauch genauso den „Schredder-Garaus“, wie ich es gerne mag und daheim nur mit dem ganz großen Besteck hinbekomme. Ohne Sardellen ist das Dressing aber nur die Hälfte wert und ich bin froh, dass mir das auch auf kleinem Raum so gut gelungen ist ;) 

Gegessen wird selbstverständlich wieder von Steingut-Tellern. Das gibt einem wirklich ein wenig das Gefühl von Zuhause und hat weniger Camping-Charakter. Immerhin wohnen wir ja jetzt hier ¯\_(ッ)_/¯ 


Lecker schmecker ;) 

Die Aussicht vom Platz ist zwar durch einen Zaun leicht getrübt, aber wir stehen wirklich direkt vor der Altstadt. 



Und die kann was … aber seht selbst: 


Liebfrauen-Kirche außen 


Und innen 



Semperoper 

Die Carola-Brücke ist noch nicht wiederhergestellt. Es sieht so aus, als würde das auch noch ein kleines Weilchen dauern. Schon erschreckend diese Ansicht und wie gut, dass bei dem Unglück des Einsturzes wirklich niemand zu Schaden kam. Schön, wenn es auch mal glimpflich ausgeht. 

Irgendwann setzt dann trotz „Sommerzeit“ endlich die Dämmerung ein. Die Kombination aus Kopfsteinpflaster, Regen und blauer Stunde lässt Hans‘ Fotografenherz höher schlagen uns er legt sich ordentlich ins Zeug. 



Es sind auch wirklich wenige Menschen unterwegs. Der Stellplatz ist zwar jetzt voll, aber die Stadt ist es nicht. Das gefällt mir sehr gut. 

Noch ein paar weitere Eindrücke von der Abendstimmung: 












So schön - Dresden ist wirklich eine tolle Stadt. 


Heute war unser letzter Tag als Angestellte - ab morgen sind wir nicht nur im Kopf frei, sondern komplett.

Danke auch an dieser Stelle noch einmal an die ROLAND und ATRADIUS und auch allen Kolleg:innen ein herzliches Dankeschön für die gemeinsamen Jahre. Wir haben - gerade heute - sehr viel an Euch gedacht und freuen uns (mit ein wenig Stolz) über die vielen Jahre gemeinsamer Zeit. Passt alle gut auf euch auf! 

Wir fühlen uns dabei - gerade heute - sehr ambivalent - auf der einen Seite sind wir super froh und happy, aber wir haben auch ein paar klitzekleine Zweifel, ob das alles so gut und richtig ist. Dafür sind wir beide Buchhalter genug … ein bisschen Angst schwingt in der mutigsten Entscheidung - denn ohne Angst kein Mut. Wir denken, das gehört so.  

Aber in erster Linie hoffen wir jetzt mal auf schöneres Wetter. Die Zeit wird ein bisschen lang, wenn man sich kaum im Freien aufhalten mag und die 8 Quadratmeter Karlo können dann ein wenig eng sein - zumal wir uns jetzt den begrenzten Platz auch noch mit einem kleinen Berg Schmutzwäsche teilen - wir müssen dringend einen Waschsalon finden, vor dem der Karlo auch parken kann. 

Ihr seht, es bleibt spannend - also: stay tuned. 


30 März 2025

Lutherstadt Wittenberg


Samstag in Tangermünde wird erst mal Hausputz gemacht! Wir putzen den Innenraum und räumen die Vorräte auf. Auch das gehört ja zum Van-Life dazu. Das Wetter lädt eh nicht so zu Outdoor-Aktivitäten ein. 


Bei der Abreise hatte ich so viele Vorräte aus der Wohnung einfach überall da im Auto verstaut, wo ein bisschen Platz war - so hatte ich hier überhaupt keinen Überblick. Hans schwingt den Putzlappen ;) Praktisch, denn die erste Regel im Auto ist ja: Wenn einer steht (und putz) sitzen die anderen (also ich - ¯\_(ッ)_/¯) Na so was … 



Nun hat der erste Reise-Staub aber auch das Lebensmittelchaos endlich ein Ende, denn jetzt sind alle Konserven in einer Eurobox verstaut und alle Nudeln und sonstige Kleinigkeiten, wie Senf, Kapern oder Sardellen, in einer anderen. So kann ich arbeiten  

Ach so: fragt sich vielleicht jemand, wie es dem Bonsai auf Tour so geht…?

Er fühlt sich prima und bekommt sogar eine Menge frischer Blätter. Wir sind froh, dass er sich so wohl fühlt - hatte ich doch schon die Befürchtung, dass die vielen Standort-Wechsel und die Fahrerei ihm zusetzen würden. Er wird dabei nämlich ganz schön durchgeschüttelt. Aber nein … er genießt es anscheinend, mit uns zusammen zu sein. 

Samstag-Nachmittag, nach einem weiteren Omnia-Kochversuch (gefüllte und überbackene Auberginen mit griechischen Nudeln) 


gehen wir noch mal durch die Stadt und auch hinauf zur Burg  




Raben-Nester - so viel auf einem Baum haben wir auch noch nicht gesehen. 



***


Sonntag geht es dann wieder ,on the Road‘. Das Wetter überzeugt leider immer noch nicht, aber der Weg ist ja das Ziel und die Straßen sind malerisch.





Obwohl die versprengten Dörfer eher trostlos anmuten. Aber das liegt vielleicht am grauen Himmel. 




Wir haben uns die Lutherstadt Wittenberg als heutigen Standort ausgesucht und angesehen. Aber auch hier wirkt es ein wenig ausgestorben und trostlos… vielleicht wäre es besser gewesen, an einem Wochentag herzukommen, wenn die Geschäfte geöffnet sind. 




Es sind wirklich kaum Menschen auf der Straße 


Wir essen in nostalgischem Ambiente den ersten Spargel - der schmeckt zwar richtig gut, aber wir genießen die Atmosphäre tatsächlich eher weniger. Erst später lese ich bei den Bewertungen der Gaststätte, dass das wohl so gewollt ist … bei der aktuellen Lage der Weltpolitik, bekommen wir trotzdem kein Lächeln zustande. 









Zum übernachten fahren wir aber raus aus der Stadt, direkt auf einen Natur-Stellplatz an der Elbe. Das ist ein sehr gemütliches Fleckchen, denn eine Wetterfront duscht den Karlo ordentlich ab und wir werden im Wind ein bisschen durchgerüttelt. Aber auch das gehört zum Van-Life dazu - es gefällt uns nach 12 Tagen immer noch super und wir freuen uns auf alles, was noch kommt. 




Allerdings auch auf schöneres Wetter und südlichere Gefilde ;)