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26 März 2025

Hamburg (meine Perle) für zwei Tage

Dienstag lassen wir es gemütlich angehen und cruisen knappe 15 Kilometer mit den Rädern durch die Stadt und trotzen dem eisigen Wind. 



Die Bikes sind in der Stadt wirklich ein grosser Zugewinn. Gerade in Hamburg läuft man sich schnell die Füße platt, das haben wir gestern schon festgestellt. Alles ist hier irgendwie zwei bis drei Nummern größer als in Köln.


Die Plattform der Elbphilharmonie kann kostenfrei besucht werden. Schade, dass die Sonne nicht scheint ☁️🌪️☁️.




Für dieses trübe Wetter und den eisigen Wind sind wir nicht so richtig gemacht und unsere mitgenommene Kleidung ist eher für mildes bis warmes Wetter geeignet…

Wir stärken uns mit einem deftigen Mittagessen à la Henssler! 😋😍😋 Dabei träumen wir von wärmeren Gefilden. Dieser Winter dauert doch gefühlt schon ewig oder nicht … ? Wo bleibt denn der Frühling … 


Nach der wirklich speziellen Kalbs-Currywurst mit Kardamom und anderen außergewöhnlichen Gewürzen, machen wir noch ein wenig die Stadt unsicher und kaufen uns „richtige“ Teller. Die erste Woche unterwegs hat nämlich gezeigt, dass das beste Gericht (mit Liebe, Improvisation und Talent gekocht) vom Plastikteller nur halb so gut schmeckt. Auch wenn das Campinggeschirr angeblich sehr hochwertig ist.

Wir konnten uns beide nicht vorstellen, die nächsten Wochen im Auto ausschließlich von Plastiktellern zu essen. Also gab es heute vier Teller aus Steingut:


Und da schmeckt der Caprese-Salat zum Abendessen gleich viel besser 😋

Hoffen wir mal, dass ich sie gut genug verstaut habe, damit sie auch ein paar Monate halten. Im Auto ist ja doch viel Bewegung - auch in den Schränken.

***

Mittwoch ist es dann endlich soweit. Pünktlich um 10 stehen wir vor der Speicherstadt. Noch macht es den Eindruck, als sei nicht sehr viel los, aber das bewahrheitet sich dann drinnen überhaupt nicht. Das Miniatur Wunderland ist die am häufigsten besuchte Attraktion in Deutschland. 

Die Anzeigen-Tafel verrät: NRW ist Spitzenreiter bei den Besuchszahlen:


Aber auch bei weltweiten Umfragen schneidet das Wunderland ganz oft am Besten ab auf der Beliebtheitsskala und es ist entsprechend schon so früh richtig voll. Die Faszination Modell-Eisenbahn ist tatsächlich nicht nur was für Männer - durchweg alle sind begeistert. 

Ich könnte jetzt ungefähr 200 Bilder hochladen, es ist einfach nur zauberhaft … Ich versuche, mich zurückzuhalten 😇

Alle 15 Minuten wechseln sich Tag und Nacht ab. 



Es gibt so viel Liebe zum Detail und überall Lustiges zu entdecken. 





Der Flughafen ist wirklich absolut beeindruckend 


Noch ein Video vom Start des A380 am Flughafen Knuffingen (so heißt hier die Phantasie-Stadt, die Hamburg schon sehr ähnelt - aber eben nicht genau) 


Insgesamt laufen wir wie die Kinder durch die Ausstellung und sind sehr froh, dass wir das mal gesehen haben!



Wildcamping! 


Und der berühmte Coca Cola Truck 🎅🏻


Ist das etwa Karlo, der sich da hineingeschrumpft hat..?


Hunderte Nackte am Aletschgletscher - sie demonstrieren hier gegen die Klima-Erwärmung. Man muss sich vorstellen, dass jede Figur keine 2 cm groß ist. Hier wird eine Demonstration von Greenpeace aus dem Jahr 2007 nachgestellt. Es waren tatsächlich 600 Menschen, die hier zur lebenden Skulptur wurden. 




Eine Leiche im Fluss. 


Eine einsame Sonnenblume - auch höchstens einen Zentimeter groß.



Man(n) und Frau brauchen nicht unbedingt ein Kornfeld…



Herrmann der Cherusker darf natürlich auch nicht fehlen. 



Und ein Einblick in die Miniaturausgabe der Minatur-Welt in der Minatur-Speicherstadt. 


Das Modell der Elbphilharmonie war hier im Wunderland schon fertig gestellt, bevor das Original an der Elbe eingeweiht wurde (aber wer darf schon meckern, wenn er aus Köln kommt?)


Das Modell kann geöffnet werden und man schaut direkt in den Konzertsaal. Auf dem Bild nicht zu erkennen, die Musiker sind alle in Bewegung und spielen ein Konzert. 




Es gab noch Tausende andere Eindrücke - man muss es selbst gesehen haben, sonst kann man die Faszination nicht nachvollziehen.

Später bei einem (sehr schlechten) Mittagessen belesen wir uns bei Tante Wiki über das ganze Projekt und seine Entstehung. Dabei erfahren wir dann z. B. noch die Details zur Rennstrecke in Montecarlo und stellen traurig fest, dass wir wohl einen großen Teil gar nicht gesehen haben, denn die Brücke mit dem Übergang in den neuen Teil haben wir nicht gefunden - Auch keine entsprechenden Wegweiser. Also müssen wir wohl noch mal wiederkommen. 

Dafür war einer der beiden Betreiber-Brüder die meiste Zeit direkt in unserer unmittelbaren Umgebung und hat ein Video produziert. Auch auch das Miniatur-Wunderland hat natürlich einen YouTube-Kanal mit Millionen Followern. So macht man das heute … 



Da das Wunderland ständig wächst und im Wandel ist, wird sich ein zweiter und wohl auch noch weitere Besuche sicherlich lohnen. 

Wir sind jedenfalls hellauf begeistert. 

Morgen verlassen wir die Stadt und besuchen die Familie in Geesthacht - da bleibt das IPad zu und es wird wohl kein Blog geschrieben - die Fotos von heute sind ja aber auch genug für ein paar Tage.

Es wird auch Zeit für einen Ortswechsel, denn der Platz hier gleich an der Reeperbahn ist zwar super zentral, hat aber weder Strom, noch Wasser oder eine sogenannte „Ver- und Entsorge-Station“. Da kommt unser „Autarkie-Wunder“ Karlo dann auch an seine Grenzen. Es gibt nicht einmal einen einzigen Gulli oder Kanaldeckel auf dem Platz. Unser Spül- und Duschwasser hat da dann leider keine Chance und muss bis morgen warten. Da wird es dann allerhöchste Zeit für einen „richtigen“ Platz für Wohnmobile. 

Danke trotzdem an die Betreiber des Platzes, dass wir hier so günstig und perfekt angebunden drei Nächte Hamburg genießen konnten. 

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1 Kommentar:

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