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13 Juni 2019

Eiskaltes Abenteuer

Nachdem wir (also Hans und ich) gestern bei einem der örtlichen Tourveranstalter für 13 Uhr einen Kanu-Trip auf der Soča gebucht haben, lassen wir den Morgen ruhig und entspannt angehen. 

Erst mal Frühstück in gemütlichem Ambiente und eine kleine Wanderung zum örtlichen Wasserfall. Das wird eher ein gemütlicher Spaziergang. 



Wir geniessen das Grün und die Landschaft. 





Die Farben sind wirklich wunderschön um diese Jahreszeit. 










Dann geht es für Hans und mich aber auch schon los. Kanu können wir - dachten wir. Aber dazu später mehr.

Erst mal geht es mit dem Bus zur Lagerhalle für das Equipment und dann werden wir mit einem Guide (Sam aus Virginia) ausgestattet und auch sonst kommt alles an uns ran, was im 7 Grad kalten Wasser für Auftrieb und (Über-) Lebensqualität sorgt. „Sorgt“ ist in diesem Zusammenhang ein gutes Stichwort. Mir geht nämlich ganz schön die Muffe. Hans freut sich allerdings - noch ...



Das Boot bekommt noch ein wenig Luft und spätestens, als Sam meine Schwimmweste so eng zuzieht, dass mir die Luft weg bleibt, wünschte ich mir, ich hätte mit Dagmar getauscht und wäre im Hotel geblieben. Sie liest, hört Podcasts und surft das WWW während wir den ersten Fuß in den Fluss setzen. 



Die Soča hat im übrigen Trinkwasserqualität, also nehmen wir alle einen kräftigen Schluck - gehört zur Eingewöhnungsphase wohl dazu.  (Ich will nur noch nach Hause 😝)


Tatsächlich bekommen wir dann noch eine gute Viertelstunde eine Einweisung, die sich kein Mensch merken kann, zumal sie aufgrund des leichten Slangs vom Guide auch nicht wirklich zur Gänze verstanden wurde ... das merken wir bei der ersten Stromschnelle ... wir bleiben nämlich am ersten Felsen hängen - natürlich seitwärts - und kentern. Da müssen wir erst mal von Sam gerettet werden - weil sich das instabile Schlauchboot einfach um den Felsen gewickelt hatt. Inklusive mir - ich habe nämlich einfach weder das Boot noch das Paddel losgelassen. So viel Einweisung war dann doch hängen geblieben. (sagte ich schon, dass ich lieber überall gewesen wäre, als mit diesem Neoprenanzug in diesem Fluss - pah ... Trinkwasser  - mir kam in diesem Moment - bis zur Brust in den Fluten -tatsächlich der Gedanke, ob es vielleicht angenehmer ist, zu ertrinken, wenn das Wasser Trinkwassserqualität hat ...ich glaube nicht) ¯\_(ッ)_/¯ 



Gekennert sind wir dann aber nur noch ein weiteres Mal und Sam lobt uns eifrig, weil er merkt, dass ich die Lust verliere, mich abzurackern und doch nur durchs Wasser zu waten, anstatt zu paddeln. Immer wieder lockert er die Atmosphäre mit motivierenden und freundlichen Sprüchen auf und am Ende klappt es dann auch. Bei der nächsten Kollision schaffen wir es, den Felsen frontal zu rammen und nicht umzukippen - Yeah ... was dazugelernt und als Team tatsächlich bestanden. Und das Wort „Scheidung“ ist auch nur ein oder zweimal gefallen - denn irgendwann hat es dann  sogar richtig Spaß gemacht. 

Und Aussicht ist wunderschön. 



Das Wasser der Soča hat eine großartige Farbe und es gibt noch mehr Wahnsinnige, die an einem sonnigen und perfekten Tag wie diesem in schwarze, muffige Anzüge steigen und sich in die Fluten stürzen. 



Kurz vorm Ende der Tour kann ich auch schon wieder grinsen. Ich lebe ja noch und habe am Ende sogar nur wirklich wenig Wasser aus den Fluss getrunken und das freiwillig. 😊










Noch ein Gruppenbild zum Abschied und dann ist es geschafft. Das war super aufregend und wie nach jeder Kanu-Tour, die wir machen schwöre ich: NIE WIEDER ... also bis zum nächsten mal. 



Im Ort genießen wir noch Nudeln zum Abendessen, die ja bekanntlich glücklich machen und dann ist es für heute auch gut. Ich denke, ich werde schlafen wie ein Stein und von sehr viel kristallklarem Wasser träumen. 




Ach so ... und ganz nebenbei habe ich bei der ganzen Paddelei dann auch meinen Tappa-Wettbewerb im Büro beendet ... 

Jetzt kann der Urlaub anfangen. Gut, dass wir morgen für eine Woche ans Meer fahren und ein wenig ausspannen... da muss ich dann keine Schritte mehr zählen und niemanden mehr zur Unzeit noch eine Runde vor die Türe scheuchen.









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