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04 Januar 2020

Wuseliges Hanoi


























Wir sind direkt in der Altstadt von Hanoi untergekommen und die ist mal so richtig wuselig.

Wir kennen asiatische Städte ja nun wirklich schon zur Genüge, es ist jedoch immer wieder ein kleiner Schock, wenn man hier ankommt.

Gestern waren wir mehr oder weniger den ganzen Tag unterwegs - hier läuft alles Hand in Hand, unterwegs zu sein, macht also wirklich Spaß:

Um 6:00 Uhr morgens kommt das Taxi zum Bahnhof Hualien

       

Dann geht es um 6:39 Uhr mit dem Bummel-Zug quer über Land und vorbei wunderschönen Reisfelder nach Taipeh zurück. Es bieten sich tolle Ausblicke auf die morgendliche Szenerie. Auch der Sonnenaufgang über dem Meer ist bezaubernd, da der Zug jedoch ausgebucht ist, wollen wir uns nicht über die schlafenden Mitreisenden auf der anderen Seite legen, um ein Foto davon zu machen ...




Im Bahnhof von Taipeh - nach endlosen Laufbändern - fahren wir dann um 9.00 Uhr eine knappe Stunde zum Flughafen Taipeh. Alles läuft absolut reibungslos und planmäßig. Das ist wirklich lobenswert. 

Nach ein wenig Wartezeit geht es dann mit Vietnam Airlines in knappen drei Stunden nach Hanoi. Die Maschine ist so fürchterlich eng bestuhlt, dass Hans sich quasi in einen Sitz hineinfalten muss und selbst ich (Erdnuckel) mit den Knien an den Vordersitz stoße. Als mein Vordermann seine Rückenlehne nach dem Start in eine bequemere Position zurückschiebt, habe ich seinen Kopf quasi direkt an meiner Stirn. Das macht nicht wirklich Spaß und irgendwann gibt Hans dann auf und zieht um auf einen bequemen Platz am Notausgang. Denn unerklärlicher Weise sind alle "Best-Seats" bei dem Flug frei geblieben. Die Maschine ist insgesamt sowieso nicht mal halb ausgebucht. Da kommt man ins grübeln. 

Dafür ist der Vogel nagelneu ... sieht man der Innenausstattung allerdings nicht an. 





























Wir kommen dann gegen 17.00 Uhr hier in Hanoi an - wieder eine Stunde Zeitverschiebung - und sind rechtschaffen erledigt. Es gibt nur noch ein kleines Abendessen



   

und dann stromern wir ein wenig durch die wirklich sehr vollen Straßen. Es gibt tatsächlich eine altgotische Kirche hier in Hanoi.

Und die ist noch "herrlich" weihnachtlich (ein bisschen viel, wenn man mich fragen würde) geschmückt. Hier der Auszug aus Wikipedia:

"Die St. Joseph's Cathedral ist eine Kirche in der Nha Chung Street im Hoàn Kiếm Distrikt von Hanoi, Vietnam. Es ist eine spätgotische Wiedergeburtskirche aus dem 19. Jahrhundert, die als Kathedrale der römisch-katholischen Erzdiözese Hanoi für fast 4 Millionen Katholiken im Land dient."

Uns erinnerte sie ein wenig an Notre Dame. Da gerade ein Gottesdienst zu Ende ging, sind wir nicht hinein gegangen. 






























Bei tausenden kleinen Händlern gibt es tatsächlich alles zu kaufen, was bei uns auf Ebay erstanden werden kann. Hier z. B die vollständigste Auswahl an LED-Bändern, die man sich nur vorstellen kann.


Wir sammeln ein paar Eindrücke und lassen es ganz gemütlich und ruhig angehen.

Heute beim Vormittagsspaziergang besuchen wir eine weitere Sehenswürdigkeit direkt neben dem Hotel. Die Hanoi Train Street. Hier fährt 2 x am Tag ein Zug direkt durch ein Wohnviertel, nur wenige Zentimeter an den Häusern und den Bewohnern vorbei. Früher war hier reges Treiben mit Verkaufsständen und Cafés aufgebaut und immer wenn ein Zug kam, mussten die Händler schnell alles einsammeln und die Markisen einklappen. Das ist seit kurzem jedoch verboten worden. Da kommen wir leider zu spät. Und ohne dieses Treiben sieht es fast aus, wie eine ganz normale Zugstrecke.


Nach dem kurzen Stück wird die Schiene dann auch auf eine Trasse geführt. 



Laut Internet kommt immer um um 15.00 Uhr und um 19.00 Uhr ein  Zug hier vorbei. Wir wollen dann auf jeden Fall heute Abend noch mal hier her kommen und schauen, ob wir das aufs Foto gebannt bekommen. 

Bis dahin verbringen wir die Zeit damit, unsere Weiterreise zu planen und ansonsten geht auch mal  faul sein und das Leben geniessen. Ich hatte hier einen Erdbeer-Melone-Lemon-Smoothie und Hans hat schwarzenTee mit Mango-Eis ... 😊 verrückt aber lecker und sehr hübsch anzusehen. Wobei ich hier jetzt beim Korrekturlesen so ein wenig an einen Anti-Kater-Drink mit rohem Ei denken musste ...




Gegen 18.00 Uhr machen wir uns dann noch mal auf, wir wollen ja den 19.00 Uhr Zug nicht verpassen und halten auf dem Weg noch einige Eindrücke fest. In so einen Obststand könnte man glatt einen Köpper machen. Das sieht alles soooo lecker aus.



Dann sind wir wieder auf der Zug-Strecke und nehmen Platz im Obergeschoss eines kleinen Cafés. Der Zug kommt dann allerdings viel früher nämlich schon um 18.20 Uhr. Und es kommen sogar noch viele mehr. Also man darf nicht alles glauben, was im Internet steht - da haben wir es wieder. Die Stände und Cafés sind nämlich sehr wohl in Betrieb und sie leben quasi davon, dass die Touristen herkommen um die spektakuläre durchfahrt der Züge zu fotografieren.



Hans baut auf - er hat leider das Stativ vergessen, Improvisation ist gefragt...

   

Noch stehen die Leute auf den Schienen





Doch dann geht es los. Von weitem hört man ihn schon hupen und dann rattert der Zug mit vielleicht 15 oder 20 km/h durch die enge Gasse.

Ich habe ein Video gemacht. Das ist wirklich sehenswert. Der Zug fährt vielleicht einen Meter an den Häusern vorbei. Man hätte ihn anfassen können. Und die strengen Verbote, die wir auf den Schildern vormittags gesehen haben, werden auch nicht ganz so eng gesehen.


Die Aussagen im Netz, dass der Zug nur zwei mal am Tag hier vorbei kommt, sind im übrigen falsch. Er kommt an Werktagen 9 und am Wochenende sogar 14 mal pro Tag hier vorbei. 

Auf der Jagt nach dem Abendessen gehen wir durch eine Gasse, in der sich nur Sattler für Motorradsättel und Sitzbänke für Motoroller befinden. Hans träumt ... 



Das Abendessen nehmen wir heute in einer vollkommen überlaufenen Garküche ein. Das muss man ja auch mal machen und bei einem anderen Blogger habe ich heute gelesen: Je dreckiger es wirkt, desto besser ist das essen. Und da hier so viel los ist ... mutig sind wir.

Ist jedenfalls ein kleines Abenteuer und erinnert ein wenig an Raclette. Erst suchen wir uns hier aus, was wir essen wollen und dann wird es für uns gegrillt. Später bekommen wir es dann in eine heisse Schale gelegt und können gemütlich essen. Und das Bier dazu darf natürlich auch nicht fehlen ¯\_(ッ)_/¯






































Zur Auswahl stehen im übrigen auch Frösche und sonstiges Getier, das ich nicht benennen könnte.





















Falls wir uns jetzt nicht den Magen verdorben haben und morgen flach liegen, geht es dann weiter nach Hue, eine ehemalige Kaiser-Stadt. Da gibt es bestimmt eine Menge zu sehen - jedenfalls den alten Palast. Wir bleiben aber nur einen Tag, bevor wir dann am Montag über den Wolkenpass nach Hoi An ans Meer reisen. Endlich schnorcheln wäre schön. Wir schleppen diese riesigen "Ganzkörper-Schnorchelsets" jetzt schon tausende Kilometer mit uns herum und haben sie auf Hawaii nur ein mal gebraucht. Das geht so auf keinen Fall weiter ¯\_(ッ)_/¯

2 Kommentare:

  1. Warum hast Du Dir nicht auf den wuseligen Markt einen Haarreifen gekauft? Wieder ein wunderschöner Reisebericht. Schickt mal ein wenig Sonne nach Deutschland.

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  2. Huhu ihr zwei. Herrlich. Ach so ein tolles neues Jahr für euch. Also das Fleisch oh je. Was das wohl alles ist..... LG von Ria

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