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17 Dezember 2019

Emergency-Call on Road to Hana

Heute wollen wir die Road to Hana fahren (https://www.tripadvisor.de/Attraction_Review-g29220-d106115-Reviews-Hana_Highway_Road_to_Hana-Maui_Hawaii.html ). Sie führt einmal fast komplett über die Insel und quer durch den Dschungel in das verschlafene Städtchen Hana.



Und um es gleich vorweg zu nehmen: Dagmar meint, das folgende Fiasko sei das Spannendste, was heute passiert ist. Sonst war nämlich nur Wasser und Dschungel und wieder Wasser .... und am Ende das wirklich sehr, sehr verschlafene Städtchen Hana.

Aber von vorn:

Technik-affin wie ich nun mal bin, (¯\_(ッ)_/)  habe ich mir gestern noch schnell eine App für die Road To Hana gekauft, die uns die lohnenswerten Stopps auf der Route erklärt und auch dahin navigieren soll. So weit so schlau und vorbereitet. Nun ist aber es so, dass die Straße nach Hana wirklich sehr, sehr eng ist und bestimmt ca. 600 Kurven hat, davon eine Menge Serpentinen 🤮). Also kann ich die Vorschläge und Beschreibungen aus der App während der Fahrt nicht lesen, ohne dass mir schlecht würde. Also komme ich auf die glorreiche 💡 , uns die Beschreibungen von Siri vorlesen zu lassen. Also erst mal schwungvoll dreimal die Seitentaste vom Handy gedrückt und schwupp ist Voice over aktiviert und - oh grosses Entsetzen - gleichzeitig auch ein Notruf an die 911 und all meine Notfallkontakte abgesetzt ... fünf an der Zahl. Ich bekomme also Panik und drücke hektisch auf dem Handy herum, Dagmar lacht sich schlapp und Hans versucht es nicht minder panisch über das Display im Auto - aber auch vereint schaffen wir es nicht, den Anruf bei der 911 zu beenden oder die SMS an alle aufzuhalten,. Muss wohl dran gelegen haben, weil ja Voice-Over aktiviert war... Nach einer gefühlten Ewigkeit klappt es dann aber doch bei Hans über den Bildschirm im Auto (Car Play ist eine tolle Erfindung) und wir drücken den Anruf in letzter Sekunde noch weg. Denken wir, denn die freundlichen Helfer rufen uns ganz schnell zurück, wohl um zu fragen, was denn los sei. Im Dschungel ist jedoch das Netz so dünn bis abwesend, dass wir nicht mal mehr die Mailbox abrufen können und dass quasi bis um halb sechs am Nachmittag ... was für eine Aufregung. Später lachen wir drüber, aber erst mal sind wir ganz betreten (also ich).

Dennoch ist die Road to Hana eine wunderschöne Strecke, die sich wirklich lohnt abzufahren und irgendwann nach ein paar Kilometern ohne Mobilfunknetz ist die Stimmung dann auch wieder gut. Hier unsere Eindrücke:

Kleines Auto auf grosser Straße:

    

Am ersten Stopp, Hookipa Beach Park, bestaunen wir die Surfer. Die Hinweise aus der App lese ich jetzt immer erst, wenn wir angehalten haben - besser ist es.






   



Dann tauchen wir ab in den Dschungel und weg vom Meer. Es ist wirklich wunderschön hier, und hinter jeder Ecke erwartet man eigentlich einen T-Rex oder Langhals durch den Dschungel brechen zu sehen. Viele Szenen von Jurassic-Park wurden tatsächlich hier auf Maui gedreht und das lassen sich die Einheimischen und Zugezogenen sehr geschäftstüchtig vergolden. Jeder Park und jede Ranch sind in Privatbesitz und kosten Eintritt. Daher beschränken wir uns dann lieber nur auf die absoluten Highlights und fahren nicht alle aufgelisteten Punkte an. Das würde wohl auch viel zu lange dauern.

Hinter jeder Kurve lauert ein neuer Wasserfall 😊



Und es gibt Bambus so weit das Auge reicht ... gefühlt bis in den Himmel.








Eine der 56 Brücken über die diversen Flüsse auf der Strecke. Jedes Mal vor so einer Brücke verengt sich die Fahrspur auf die einfache Breite und es muss gewartet oder rangiert werden.















Auf dem Rückweg mag Dagmar dann schon beinahe nicht mehr aussteigen. 6 Stunden Serpentinen, Kurven und Stop and Go sind wirklich viel.



Was gibt es da oben wohl zu sehen?








Die Fahrerei ist ganz schön anstrengend. So geht es stundenlang ... 


Und dann auch noch im strömenden Regen ....


Die Vegetation ist so unglaublich üppig, dass es verwundert, dass es hier keine Affen gibt. Auch sonst sind Tiere eher rar. Endemisch sind auf den Hawaii-Inseln sowieso nur Insekten und Vögel. Die Inseln sind einfach zu jung. Alles andere was kreucht und fleucht wurde von den Polynesiern oder anderen Zuwanderern eingeschleppt und ist dann teilweise verwildert.


Heute ist der Wind so stark, dass wir auf dem Rückweg sogar einmal einen Wind-Surfer sehen.



Insgesamt sind wir  auch so schon mehr als sechs Stunden nur auf der Road to Hana unterwegs und davon einige Kilometer im sintflutartigen Regen. Hans nimmt es gelassen. 

Daher gönnen wir uns als frühes Abendessen dann schrecklich(e) leckere Burger mit Pommes und Cola bei Carls Jr. 😇. Das hat gerade Hans sich heute mehr als redlich verdient. 

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